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Donnerstag, April 15, 2021
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Deutsch-tschechisches Elbe-Abkommen: 25 Jahre verfehlter Politik droht Fortsetzung

Angesichts der bevorstehenden Unterzeichnung eines Regierungsabkommens zwischen Deutschland und Tschechien zur Schiffbarkeit der Elbe warnen deutsche und tschechische Umweltschützer vor weiteren ökologischen Schäden und sinnlosen Infrastrukturausgaben. Das Abkommen würde den Druck zum Ausbau des Flusses weiter erhöhen, obwohl Gütertransporte per Schiff rapide abgenommen haben und langanhaltende Dürreperioden der Elbe zunehmend zusetzen, kritisieren der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die tschechische Umweltorganisation Arnika. Mit dem Abkommen würde die verfehlte Elbe-Politik der vergangenen Jahrzehnte fortgesetzt.

Seit Mitte der 1990er Jahre wurden bereits hunderte Millionen Euro für den Umbau zur Wasserstraße ausgegeben, dabei vertragen sich die Baumaßnahmen zur Vertiefung der Elbe weder mit dem Erhalt unserer Auen und der biologischen Vielfalt noch hat der Gütertransport wegen der häufigen Niedrigwasserereignisse eine Zukunft. Die Umweltverbände appellieren daher an ihre Regierungen, unrealistische Anforderungen an die Elbe als Wasserstraße aufzugeben, die Folgen des Klimawandels endlich anzuerkennen und das Abkommen nicht zu unterzeichnen. Stattdessen müssen sie die Flusslandschaft zum Schutz der biologischen Vielfalt sichern.

BUND / 08.04.2021

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