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Donnerstag, April 15, 2021
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Frühlingszeit heißt Gartenzeit: Biologisch gärtnern für die Artenvielfalt

Schneeglöckchen, Krokusse und Märzenbecher blühen bereits, auch die ersten Wildbienen sind schon zu sehen. Doch selbst wenn der Frühling dieses Jahr in den meisten Gegenden spät startet, gibt es im eigenen Garten oder auf dem Balkon viel zu tun.

Corinna Hölzel, Expertin für Biodiversität und Pestizide beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) rät: „Biologisch gärtnern hilft nicht nur Bienen, sondern fast der gesamten heimischen Insektenvielfalt. Gärten erfüllen so einen doppelten Zweck: Sie sind schön anzusehen und nützlich für den Erhalt unserer Biodiversität.“

Pflanzenerde: Bis jetzt waren sie nützliche Überwinterungsquartiere für Insekten, doch nun ist es an der Zeit, verblühte Stauden des Vorjahres abzuschneiden. Überwinternden Pflanzen und Kübelpflanzen dürfen wieder das Tageslicht genießen und können zurückgeschnitten und in frische Erde umgetopft werden. Im März ist außerdem der ideale Zeitpunkt, um neue Obstbäume oder Beerensträucher zu pflanzen. „Kaufen Sie generell nur torffreie Pflanzerde, so schützen Sie beim Gärtnern Lebensräume und Klima“, sagt Hölzel. „Der Torfabbau zerstört einzigartige Ökosysteme und der im Torf gespeicherte Kohlenstoff gelangt als klimaschädliches CO2 in die Atmosphäre.“

Saatgut: Auch die ersten Gemüse- und Kräutersamen können ab März ins Beet. „Achten Sie beim Kauf von Saatgut auf samenfeste Sorten, die Sie auch selbst vermehren können. Wenn F1 auf dem Tütchen steht, handelt es sich um Hybridsaatgut, dieses kann nicht vermehrt werden,“ gibt die Expertin zu Bedenken. Beim Kauf von Saatgut, einjährigen Blumen, Stauden und Sträuchern sollte außerdem darauf geachtet werden, dass es einheimische, robuste Sorten sind. Hölzel: „Exotische Exemplare oder Pflanzen mit gefüllten Blüten bieten keine Nahrung für blütenbesuchende Insekten.“ Biosaatgut und alte interessante Sorten gibt es beispielsweise unter http://www.burg-lenzen.de/service/saatgutbestellung.

Dünger und Pestizide: Egal ob Garten oder Balkon: Chemisch-synthetische Pestizide und Dünger sind tabu. Wildkräuter werden gejätet und gegen ungewollte Insekten helfen Nützlinge wie Marienkäfer und Schlupfwespen. „Mit pflanzlichen Stärkungsmitteln wie zum Beispiel Brühen oder Jauchen aus Rainfarn, Brennessel, Schachtelhalm, Beinwell oder Schafgarbe helfen Sie Ihren Kulturpflanzen, gesund zu bleiben,“ empfiehlt die BUND-Expertin.

BUND / 25.03.2021

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