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EU-Agrarpolitik: Bundesregierung darf Zukunftskommission nicht weiter ignorieren

Zur weiteren Arbeit der Zukunftskommission Landwirtschaft nach dem heutigen Kommissions-Austritt des Greenpeace-Vorstandes Martin Kaiser erklärt Olaf Bandt, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):

„In der Zukunftskommission erarbeiten wir politische Empfehlungen, um die gesellschaftlichen Leistungen der Agrarbetriebe zu honorieren. Wir wollen den Umbau der Landwirtschaft zu mehr Umwelt- und Klimaschutz unterstützen, faire Preise für die Bauernhöfe erreichen und die Tierhaltung verbessern. Diese Ergebnisse erwartet der BUND für den Abschlussbericht des Gremiums, der für den Sommer angekündigt ist.

Die Agrarmilliarden aus Brüssel sind ein zentrales Instrument, um die Landwirtschaft sozial und ökologisch umzubauen. Daher ist es für die Mitglieder der Zukunftskommission so wichtig, wie die europäische Agrarpolitik in Deutschland konkret ausgestaltet wird. Statt des ‚Prinzips Gießkanne‘ steht für den BUND die Honorierung öffentlicher Leistungen im Mittelpunkt. Um diese Fragen wird gerade heftig gerungen. Völlig unzureichende Vorschläge von Julia Klöckner liegen auf dem Tisch, die Agrarministerkonferenz hat sich diese Woche im Streit vertagt und dennoch soll es kommenden Mittwoch ein Gesetzespaket zur Gemeinsamen europäischen Agrarpolitik, der GAP, im Bundeskabinett geben.“

BUND / 19.03.2021

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