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Donnerstag, April 15, 2021
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BUND kritisiert Gesetzentwürfe zur Umsetzung der EU-Agrarpolitik in Deutschland

Die Pläne des Landwirtschaftsministeriums zur Umsetzung der EU-Agrarpolitik in Deutschland sind unzureichend. Vor den entscheidenden Weichenstellungen in den kommenden zwei Wochen zu ihrer nationalen Ausgestaltung kritisiert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND): Die vorgelegten Gesetzentwürfe sorgen weder für mehr Akzeptanz der EU-Agrarpolitik in der Bevölkerung noch werden sie dazu beitragen, die Herausforderungen auf den Höfen und in den Ställen zu meistern. An die Stelle von Gießkannen-Politik müssen gezielte Maßnahmen treten.

Olaf Bandt, BUND-Vorsitzender: „Die Vorschläge aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium setzen weiter auf die alte Geldverteilung mit der Gießkanne. Es muss jetzt darum gehen, mit öffentlichen Geldern Bäuerinnen und Bauern für Natur-, Klima- und Tierschutz zu honorieren – statt für Flächenbesitz. Nur so können wir das Insektensterben und den Verlust unserer Feldvögel stoppen. Die Art der Verteilung der Agrarmilliarden entscheidet darüber, ob die Mehrheit der Bevölkerung weiter bereitwillig Steuern für die Landwirtschaft zahlt.“

Mehr als sechs Milliarden Euro bekommt Deutschland jedes Jahr aus dem EU-Agrartopf. Ob dieses Geld für bäuerliche Betriebe, mehr Klima- und Tierschutz sowie gegen das Insektensterben genutzt wird, entscheidet sich in den kommenden Monaten. Der BUND hat die unzureichenden Vorhaben in einer Stellungnahme zu den drei Referentenentwürfen bereits scharf kritisiert.

BUND / 12.03.2021

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