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Donnerstag, April 15, 2021
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Stromspiegel 2021 zeigt großes Sparpotenzial beim Stromverbrauch privater Haushalte

Haushalte verbrauchten 2020 etwa 5 Prozent mehr Strom –bewusst Sparen hilft, 15 Mio. Tonnen CO2 zu vermeiden

Das Bundesumweltministerium veröffentlicht heute im Rahmen seiner Online-Klimaschutzberatung den Stromspiegel 2021. Die aktuelle Auswertung zeigt: Private Haushalte können durch den stromsparenden Einsatz von z.B. LED-Lampen und energieeffizienten Kühlschränken bundesweit 15 Millionen Tonnen CO2 jährlich vermeiden und rund 10 Milliarden Euro einsparen. Für den Stromspiegel wurden über 290.000 Verbrauchsdaten aus ganz Deutschland ausgewertet.

Mieter*innen und Eigentümer*innen können mit dem online-Tool ihren eigenen Stromverbrauch bewerten und Tipps zum Stromsparen erhalten. Damit können sie klimaschädliche CO2-Emissionen reduzieren und den Geldbeutel schonen: Für einen durchschnittlichen Zweipersonenhaushalt in einem Mehrfamilienhaus liegt die mögliche Ersparnis bei 320 Euro und 470 kg CO2 pro Jahr. In einem Einfamilienhaus sind im Schnitt sogar 410 Euro weniger jährliche Stromkosten möglich. Das Einsparpotenzial für CO2 liegt bundesweit bei etwa 15 Millionen Tonnen. Das ist etwa so viel, wie ein Braunkohlekraftwerk in Deutschland durchschnittlich pro Jahr verursacht.

Die Daten des aktuellen, vom BMU geförderten Stromspiegels der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online gibt auch Auskunft über den Stromverbrauch in Pandemiezeiten. Etwa drei Viertel (72,3 Prozent) der Privathaushalte in Deutschland haben 2020 mehr Strom als im Vorjahr verbraucht, was auch auf den Lockdown und verstärktes Arbeiten im Homeoffice zurüchzuführen ist. Pro Haushalt stieg der Stromverbrauch um 162 kWh (+ 5 Prozent). Pro Kopf ist der Stromverbrauch um 55 kWh gestiegen (+ 4,6 Prozent). Basis für die Auswertung sind 3.212 Datensätze von Privathaushalten, die im Energiesparkonto von co2online eingetragen werden und auf realen Zählerständen basieren.

BMU / 10.03.2021

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