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Internationaler Frauentag 2021: EU-Gleichstellungsbericht stellt verschärfte Ungleichheiten von Frauen und Männern in der Pandemie fest

Die Pandemie hat die bestehenden Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern in fast allen Lebensbereichen, sowohl in Europa als auch darüber hinaus, verschärft. Hart erkämpfte Errungenschaften der vergangenen Jahre wurden wieder zunichtegemacht. Zu diesem Ergebnis kommt der Freitag vor dem Internationalen Frauentag am 8. März vorgestellte EU-Jahresbericht zur Gleichstellung der Geschlechter. So wurde in den Mitgliedstaaten ein Anstieg häuslicher Gewalt festgestellt, z.B. in Frankreich in den ersten Wochen des Lockdowns um 32 Prozent, in Litauen um 20 Prozent. Frauen stehen an der Front der Pandemiebekämpfung: 76 Prozent der Beschäftigten in Gesundheit und Pflege sind Frauen, in der Pflege sind es 86 Prozent. In der Pandemie müssen sie einen hohen Arbeitsaufwand schultern und sind einem großen Gesundheitsrisiko ausgesetzt.

Frauen sind in niedriger bezahlten Sektoren und Berufen, wie z. B. im Gastgewerbe, im Einzelhandel oder bei persönlichen Dienstleistungen überrepräsentiert. Das macht sie auf den Arbeitsmärkten, die von der COVID-19-Krise betroffen sind, besonders anfällig. Während der Rückgang der Beschäftigung im zweiten Quartal 2020 für Frauen und Männer identisch war (um 2,4 Prozent), hatten Frauen während der teilweisen Erholung im Sommer 2020 größere Schwierigkeiten, wieder in den Arbeitsmarkt einzutreten. Die Beschäftigungsquoten stiegen für Männer um 1,4 Prozent, für Frauen jedoch nur um 0,8 Prozent zwischen dem zweiten und dem dritten Quartal 2020.

Gleichzeitig stand die Gleichstellung der Geschlechter noch nie so weit oben auf der politischen Agenda der EU, und die Kommission hat erhebliche Anstrengungen unternommen, um die vor einem Jahr angenommene Gleichstellungsstrategie umzusetzen.

Vor dem Internationalen Frauentag gab die Europäische Kommission folgende Erklärung ab:

„Das letzte Jahr war ein schwieriges Jahr. Die COVID-19-Pandemie hat niemanden verschont und stellte für Frauen weltweit eine besondere Herausforderung dar. Ärztinnen und Ärzte, Krankenpfleger/innen, Lehrkräfte, Verkäufer/innen – häufig von Frauen ausgeübte Berufe – standen an vorderster Front der Pandemie. Dazu übernahmen Frauen auch größere Verantwortung zu Hause.“

EU-Kommission / 05.03.2021

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