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Donnerstag, April 15, 2021
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Dramatischer Umsatzeinbruch im Gastgewerbe

Restaurants und Hotels verzeichnen im Zuge der Corona-Krise im Jahr 2020 einen nie dagewesenen Umsatzeinbruch. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte, setzte das Gastgewerbe real (preisbereinigt) 39,0 Prozent weniger um als 2019, wobei die Monate Januar und Februar noch ein Umsatzplus aufwiesen. Bezogen auf die Corona-Monate März bis Dezember sackte der Umsatz um real 45,5 Prozent ein. „Die amtliche Statistik belegt die verheerenden Folgen der Corona-Krise für das Gastgewerbe. Nach einem Jahr Pandemie mit fast vier Monaten Lockdown und weitreichenden Reise- und Kontaktbeschränkungen ist die Not in der Branche riesig. Angesichts ausbleibender wie nicht ausreichender Hilfen und fehlender Perspektiven machen sich Verzweiflung und Existenzängste breit“, erklärt Guido Zöllick, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband). Zöllick drängt auf schnelle und auskömmliche Hilfszahlungen und einen Fahrplan für eine Öffnung der Branche. „Vor dem Hintergrund der dramatischen Situation unserer Betriebe bei gleichzeitig sinkenden Inzidenzwerten steigt der Druck, dass eine Öffnungsperspektive für das Gastgewerbe endlich auf die politische Tagesordnung kommt“.

Die Corona-Pandemie hat das Gastgewerbe in seine größte Krise der Nachkriegszeit gestürzt. Seit 2. November befindet sich die Branche erneut im Lockdown. Erlaubt sind wieder nur die Übernachtungen von Geschäftsreisen, die aber so gut wie nicht stattfinden, sowie der Außer-Haus-Verkauf. So betrug das reale Minus im Lockdown-Monat November im Vergleich zum Vorjahresmonat 67,8 Prozent. Für Dezember ergibt sich ein noch düsteres Bild. Hier fiel der Umsatz gegenüber Dezember 2019 sogar um 72,3 Prozent. Bereits der erste Lockdown von Mitte März bis Mitte beziehungsweise Ende Mai hatte riesige Löcher in die Bilanzen der Gastgeber gerissen. Auch nach der Wiedereröffnung sei das Geschäft aufgrund von Abstandsgeboten, Kapazitätsbegrenzungen und Reisebeschränkungen auch in den so wichtigen Sommermonaten nur gebremst gelaufen, berichtet Zöllick.

Infolge der massiven Corona-Beschränkungen leiden alle Segmente des Gastgewerbes unter heftigen Verlusten.

Bei den Hotels ging der Umsatz im Vergleich zu 2019 um real 47,5 Prozent zurück. „Große Veranstaltungen, Messen und Kongresse fanden 2020 überhaupt nicht statt. Das damit verbundene Hotellerie-Geschäft fiel komplett aus. Internationale Geschäftsreisende und Touristen fehlten schmerzlich“, erläutert Zöllick.

DEHOGA / 19.02.2021

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