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Samstag, Februar 27, 2021
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Kinder und Jugendliche beschäftigten sich mit dem Schicksal Anne Franks

Hamburg unterstützt Schul-Aktion gegen Antisemitismus

Die Geschichte und das Schicksal des 13-jährigen jüdischen Mädchens Anne Frank berührt bis heute viele Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Das weltberühmte und bewegende Tagebuch, das Anne Frank im gemeinsamen Versteck mit ihren Eltern und Geschwistern vor der Verfolgung der Nationalsozialisten in Amsterdam verfasst hat, ist Standardliteratur in nahezu jeder Hamburger Schule und macht die Verbrechen der NS-Rassenpolitik für viele junge Leserinnen und Leser emotional erlebbar. Bereits zum vierten Mal ruft das Anne-Frank-Zentrum zum bundesweiten Aktionstag auf. Noch bis zum 28. Februar können sich bundesweit Schulklassen für das Projekt bewerben. In diesem Jahr ist das Thema des Aktionstags gegen Antisemitismus und Rassismus „Blick auf die Geschichte“. Die didaktisch aufbereiteten Lernmaterialien können gratis angefordert werden und beschäftigen sich mit dem Lebensweg Anne Franks und den Verbrechen des Nationalsozialismus. Darüber hinaus möchte das Anne-Frank-Zentrum Lehrerende und Schülerinnen und Schüler mit dem Anne Frank Tag dazu anregen, eigene Ideen und Aktionen umzusetzen und so öffentlich für Vielfalt und Demokratie zu werben. ​​​​​​​

leichstellungssenatorin Katharina Fegebank: „Das Schicksal Anne Franks ist eine bewegende Geschichte, die auch mich persönlich sehr berührt und nachdenklich gemacht hat. Durch die Lektüre lernen Kinder und Jugendliche die Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus. Antisemitismus zu bekämpfen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Wir alle haben die Verantwortung, jeder Form von Menschenfeindlichkeit entschieden entgegen zu treten. Gerade junge Menschen – ob in der Schule, am Ausbildungsplatz, im Sportverein, auf dem Campus oder im Netz – können mit antisemitischen oder rassistischen Sprüchen in Berührung kommen. Antisemitismus ist ein Gift, das die Gesellschaft zerfrisst. Bildung, Aufklärung und Prävention sind dabei zentrale Bausteine, damit sich eine natürliche Immunität gegen derlei Gedankengut bilden kann.“

Bildungssenator Ties Rabe: „Antisemitismus ist eine ernste Gefahr für offene, freiheitlich-demokratische und rechtsstaatliche Gesellschaften. Wir sind daher alle dazu aufgefordert, dem Antisemitismus in jeder Form deutlich zu begegnen und menschenverachtenden Haltungen präventives Handeln entgegen zu setzen. Die Förderung einer demokratischen Grundhaltung und des Bewusstseins für die Gefahren, denen die freiheitliche Ordnung durch totalitäre Ideologien ausgesetzt ist, gehört zum elementaren Bestand der Erziehung und Bildung an Hamburger Schulen.“

Patrick Siegele, Direktor Anne Frank Zentrum: „Durch die Beteiligung am Anne Frank Tag setzen Schulen ein Zeichen gegen Antisemitismus und Rassismus und für Demokratie. Wir haben den Aktionstag 2017 gestartet und seitdem nehmen von Jahr zu Jahr immer mehr Schulen bundesweit an ihm teil. Gerade jetzt ist die Auseinandersetzung mit der Geschichte von Anne Frank und der Geschichte des Holocaust wichtig, um Kindern und Jugendlichen zu zeigen, wohin antisemitisches und rassistisches Gedankengut führen kann.“

Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke / 11.02.2021

Foto: Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke / Anne Frank Zentrum

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