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Samstag, Februar 27, 2021
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Türkischer Tee in 60 Länder exportiert

ALMANYALILAR – Im Januar 2021 exportierte die Türkei fast 392 Tonnen Tee in 60 Länder, im Wert von etwa 1,3 Mio Euro. Zu den Hauptabnehmern des türkischen Tees zählen Belgien (von wo aus der Tee in der EU weiterverteilt wird), Deutschland und Israel, aber auch Länder wie Uganda, Algerien, Kirgistan, Mongolei, Neuseeland und Malaysia. Die Jahresproduktion in der Türkei liegt bei 280,000 Tonnen Tee, angebaut von etwa 205,000 Teepflanzern auf einer Fläche von 830,000 Hektar (AA 21.05.2020). Damit ist das Land der fünftgrößte Teeproduzent der Welt. Die ersten vier: China, Indien, Kenia und Sri Lanka.

2012 wurden 1,000 Hektar organisch angebaut, bis 2023 soll der Teeanbau zu 100% organisch werden (DKIB, Union der Schwarzmeerexporteure). Doch türkischer Tee brauchte noch nie viele Pestizide: das Teeanbaugebiet liegt in der Schwarzmeeregion (v.a. um Rize und Trabzon), denn hier gibt es fruchtbare Böden und das passende Klima, mit viel Regen im Sommer und milden, aber schneereichen Wintern – Bedingungen, in denen sich Schädlinge nicht gut entwickeln können.

Konsumfertig verarbeitet wird der Tee in 216 Teefabriken, 80% davon in privatem Besitz, 20% in staatlicher Hand (allen voran das Großunternehmen Çaykur). Der größte Teil wird im Land selbst konsumiert. Die nationale Teeproduktion wurde ursprünglich im Jahr 1924 per Gesetz im Schwarzmeergebiet angeregt, als Alternative zum Kaffee, dessen Import nach dem Zusammenbruch des osmanischen Reiches sehr teuer geworden war. So entwickelte sich Tee zum türkischen Nationalgetränk, inzwischen wird hier durchschnittlich mehr davon getrunken als sogar in Großbritannien. Der Staat behielt sein Monopol bis 1984, schützt seine eigenen Teebauern (meist kleine und mittlere landwirtschaftliche Familienbetriebe) aber immer noch mit hohen Importzöllen gegen internationale Konkurrenz.

Die UNO rief letztes Jahr erstmalig den 21. Mai zum Internationalen Tag des Tees aus.

Svenja Ipsen/ 10.02.2021

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