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Samstag, März 6, 2021
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Von der Leyen zu COVID-19-Impfstoffen: Unternehmen müssen liefern

Die Europäische Kommission drängt auf die schnellstmögliche Lieferung bestellter und vorfinanzierter Impfdosen gegen COVID-19. „Die EU und andere haben den Aufbau von Forschungskapazitäten und Produktionsanlagen früh finanziell unterstützt. Europa hat Milliarden investiert, um die weltweit ersten COVID-19-Impfstoffe zu entwickeln – zum Nutzen der Allgemeinheit auf der ganzen Welt. Jetzt müssen die Unternehmen liefern“, so EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Dienstag beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Bereits gestern Abend hatte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides angekündigt, dass die EU einen Exporttransparenzmechanismus einrichten wird, um vollständige Transparenz hinsichtlich der Exporte von Impfstoffen aus der EU zu schaffen.

Kommissionspräsidentin von der Leyen bekräftige in ihrer Rede beim Weltwirtschaftsforum erneut, dass es europäische und globale Zusammenarbeit brauche, um die Pandemie zu überwinden. „Aus diesem Grund hat die Europäische Union bereits zu Beginn der Pandemie gemeinsam mit Organisationen wie dem Weltwirtschaftsforum, der Gates-Stiftung und Global Citizen Spendeninitiativen zur Mobilisierung von Finanzmitteln für die weltweite Corona-Krisenreaktion organisiert. In der Impfstoffallianz COVAX wird die Europäische Union gemeinsam mit 186 Ländern Millionen von Impfstoffdosen für Länder mit geringem Einkommen sichern. Wir können unsere globalen Herausforderungen nur bewältigen, wenn wir grenzüberschreitend und branchenübergreifend zusammenarbeiten. Kein Privatunternehmen und keine Behörde schafft das alleine.

Deshalb meine ich, dass wir uns mit dieser neuen Form gemischter Partnerschaften vorbereiten sollten, damit wir vor dem nächsten großen Risiko geschützt sind. Dies ist ein Konzept für die Zusammenarbeit in der Welt von heute. Wir müssen die Innovationskraft und die Kapazitäten des Privatsektors mit der langfristigen Vision und der Vorhersehbarkeit und der Finanzierung des öffentlichen Sektors zusammenführen. In diesem Sinne wird Europa ein Programm vorschlagen, mit dem wir uns gegen biologische Gefahren wappnen können. Dabei handelt es sich um eine öffentlich-private Partnerschaft, die in unserer neuen EU-Behörde für die Krisenvorsorge und -reaktion bei gesundheitlichen Notlagen, kurz HERA, angesiedelt sein wird.“

EU-Kommission / 26.01.2021

Am 17. Juni 2020 hatte die EU-Kommission die von allen 27 EU-Staaten getragene europäische Impfstoffstrategie verabschiedet. Ihr Ziel war es, allen europäischen Bürgerinnen und Bürgern innerhalb von 12 bis 18 Monaten hochwertige, sichere, wirksame und erschwingliche Impfstoffe gegen das Coronavirus zu sichern.

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