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Dienstag, März 2, 2021
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Anbieter von PC-Videospielen kassieren Geldbuße wegen „Geoblocking“

Die Europäische Kommission hat gegen Valve, Eigentümer der Online-PC-Spieleplattform „Steam“, und die fünf Verleger Bandai Namco, Capcom, Focus Home, Koch Media und ZeniMax eine Geldstrafe in Höhe von 7,8 Mio. Euro wegen Verstoßes gegen die EU-Kartellvorschriften verhängt. Die Unternehmen schränkten den grenzüberschreitenden Verkauf bestimmter PC-Videospiele auf Grundlage des geografischen Standorts der Nutzerinnen und Nutzer innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) ein, indem sie „Geoblocking“ praktizierten.

Die Kommission stellte fest, dass Valve und die Verleger durch die bilaterale Vereinbarung, bestimmte PC-Videospiele außerhalb eines bestimmten Gebiets zu blockieren, den EWR-Markt unter Verstoß gegen die EU-Kartellvorschriften aufgeteilt haben. Die Geoblocking-Praktiken hinderten die Verbraucherinnen und Verbraucher daran, PC-Videospiele zu aktivieren und zu spielen, die von den Vertriebshändlern der Verleger entweder auf physischen Medien wie DVDs oder durch Downloads verkauft wurden. Diese Geschäftspraktiken verwehrten den europäischen Verbraucherinnen und Verbrauchern daher die Vorteile des digitalen Binnenmarkts der EU, sich in den einzelnen Mitgliedstaaten nach dem günstigsten Angebot umzusehen.

Die fünf Verlage arbeiteten mit der Kommission zusammen, indem sie für die Untersuchung hilfreiche Nachweise vorlegten und den Sachverhalt und die Verstöße gegen das EU-Kartellrecht ausdrücklich anerkannten. Die Kommission gewährte daher Ermäßigungen auf die Geldbußen in Abhängigkeit vom Umfang dieser Zusammenarbeit, die zwischen 10 Prozent (für Bandai, Focus Home, Koch Media und ZeniMax) und 15 Prozent (für Capcom) liegen.

EU-Kommission / 20.01.2021

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