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Samstag, Januar 16, 2021
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Corona-Krisenreaktion: EU-Kommission genehmigt deutsche Beihilfen für TUI

Die Europäische Kommission hat gestern Montag den geplanten Beitrag Deutschlands in Höhe von 1,25 Mrd. Euro zur Rekapitalisierung der TUI AG („TUI“), der Muttergesellschaft der TUI Group, genehmigt. Die Genehmigung erfolgte auf der Grundlage des Befristeten Rahmens für staatliche Beihilfen. „Ich begrüße, dass sich auch private Investoren an der geplanten Rekapitalisierung beteiligen. Dies macht weniger staatliche Beihilfen erforderlich und trägt zur Erholung von TUI bei“, so die für Wettbewerbspolitik zuständige Exekutiv-Vizepräsidentin der Kommission Margrethe Vestager.

Vestager erklärte weiter: „TUI wurde wie viele andere Tourismusunternehmen von der Coronakrise schwer getroffen. Im Rahmen der angemeldeten Maßnahme wird Deutschland einen Beitrag von bis zu 1,25 Mrd. Euro zur Rekapitalisierung von TUI leisten, um das Unternehmen bei der Bewältigung der Krise zu unterstützen. Gleichzeitig wird der Staat für das von den Steuerzahlern getragene Risiko eine hinreichende Vergütung erhalten und die Unterstützung mit Auflagen verbinden, um mögliche Wettbewerbsverzerrungen zu begrenzen.“

Die deutsche Rekapitalisierungsmaßnahme

TUI ist ein großer deutscher Touristikkonzern, der in mehreren Mitgliedstaaten tätig ist. Der Konzern betreibt über verschiedene Tochtergesellschaften Hotels, Kreuzfahrtschiffe, Fluggesellschaften, Flugzeuge, Reisebüros, Reiseveranstalter und Online-Portale. Aufgrund der COVID-19-Pandemie und der Reisebeschränkungen, die Deutschland und andere Länder zur ihrer Eindämmung verhängen mussten, verzeichnete TUI erhebliche Verluste. Obwohl Deutschland dem Unternehmen bereits im März und August 2020 Liquiditätshilfen gewährt hatte (über die Beihilferegelungen SA.59433, SA.56814 und SA.56863, geändert durch SA.58021)‚ verschlechtert sich die finanzielle Lage der Gruppe infolge der erheblich geringeren Nachfrage nach Reisen und der Eindämmungsmaßnahmen weiterhin. Daher besteht für TUI ein Ausfall- und Insolvenzrisiko.

EU-Kommission / 05.01.2021

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