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EU-Umweltministerrat: Ministerin Schulze muss sich für schnelle Regulierung von giftigen Fluorchemikalien einsetzen

Anlässlich des heutigen Treffens der EU-Umweltministerinnen und -minister kommentiert Olaf Bandt, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):

„Die neue EU-Chemikalienstrategie für Nachhaltigkeit gilt seit Oktober und soll auch die Verwendung von giftigen und umweltschädlichen Fluorchemikalien regulieren. Die EU-Kommission hat allerdings erst für das Jahr 2022 einen Regulierungsvorschlag angekündigt, der dann noch bis 2024 diskutiert werden soll. Das ist aus unserer Sicht inakzeptabel und viel zu spät. Es geht hier schließlich um Stoffe, die in hohem Maße der Umwelt und dem Menschen schaden und in Millionen von Alltagsprodukten wie Pfannen oder Regenmänteln enthalten sind.

Wir freuen uns deshalb über den jüngsten Beschluss des Bundesrates, der sich angesichts der Risiken für Mensch und Umwelt mehrheitlich für eine schnellere Umsetzung ausgesprochen hat. Der Bundesrat schlägt vor, einen Beschränkungsvorschlag für Fluorchemikalien bereits in 2021 vorzulegen. Jetzt muss die Bundesregierung nachziehen. Als Ratsvorsitzende muss sich Umweltministerin Svenja Schulze beim heutigen Treffen der EU-Umweltminister für zügigere Maßnahmen gegen die Verwendung von Fluorchemikalien einsetzen.“

BUND / 17.12.2020

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