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Sonntag, Juni 13, 2021
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Die Preiserhöhung des Semestertickets

Für einen ausfinanzierten HVV für alle!

Die Preiserhöhung des Semestertickets ist höchst problematisch, da die hierdurch steigenden Semesterbeiträge die finanzielle Hürde für Studierende erhöht und die Chancenungleichheit, die
ohnehin schon existiert, noch verstärkt. Das Studium darf nicht von finanziellen Mitteln abhängen! Dies wirkt dem inklusiven Anspruch an Bildung entgegen, da entweder die Abhängigkeit von Familie,
BAföG und Studienkrediten erhöht wird oder mehr Geld neben dem Studium verdient werden muss. In Anbetracht der Tatsache, dass auch das Wohnen in Hamburg nicht günstig ist und für viele Studierende eine Belastung darstellt, verstärkt die Erhöhung des Ticketpreises die Bildungsungleichheit und erschwert erfolgreiches Studieren.

Die Preiserhöhung ist ein Symptom der generellen Unterfinanzierung öffentlicher Einrichtungen und der urbanen Infrastruktur. Es wird versucht, die mangelnde öffentliche Finanzierung auf der privaten Ebene zurückzugewinnen und auf dem Rücken der Arbeiter:innen, Studierenden und Auszubildenden abzuwälzen. Begründet wird dies mit der Knappheit verfügbarer Gelder der Stadt. Diese Aussage ist äußerst kritisch zu betrachten, da zum einen der Mangel an Geldern künstlich durch Konstrukte wie die Schuldenbremse und eine Steuerpolitik, welche die Vermögen der Reichen schont, hergestellt wurde. Trotzdem ist dann doch wieder genug Geld vorhanden, um rückschrittige Prestigeprojekte wie den Abriss der Sternbrücke oder die Verlegung des Altonaer Bahnhofs um jeden Preis voranzutreiben.

StuPa-Präsidium HAW Hamburg / 17.12.2020

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