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Freitag, Januar 22, 2021
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Mehr Insekten in Privatgärten und auf öffentlichem Grün

Neues Projekt in der Region Niederrhein stärkt Angebot an regionalen Wildpflanzen in Gärtnereien und Gartenbaubetrieben

Wilde Malve statt Kanadischer Goldrute, Margeriten statt Chrysanthemen – heimische Pflanzen in privaten Gärten und auf öffentlichen Grünflächen sind ein Gewinn für Mensch und Natur. Das neue Projekt „Insektenfreude – mit regionalen Wildpflanzen“ soll deshalb die Nachfrage nach heimischen Wildstauden erhöhen und den Handel bei der Produktion und Vermarktung des regionalen Pflanzguts fachkundig unterstützen. Das Projekt wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums in Höhe von rund 590.000 Euro gefördert.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Viele Menschen haben den Wert der Artenvielfalt für Natur und Mensch erkannt und sind auch bereit sich hierfür zu engagieren. Das wollen wir gezielt unterstützen und die Lücke zwischen Wissen und Handeln, zwischen Einsatzbereitschaft und Umsetzung schließen. Das Projekt „Insektenfreude“ macht deshalb qualitätsgesichertes, insektenfreundliches und zugleich regionales Pflanzgut besser verfügbar – und das nicht nur für den Einsatz in privaten Gärten, sondern auch in öffentlichen Grünanlagen und auf Betriebsgeländen. Wer sich über heimische Stauden informiert und sie auch pflanzt, hilft konkret, schnell und nachhaltig, um den Insektenschwund aufzuhalten.“

BfN-Präsidentin Prof. Dr. Beate Jessel: „Fehlen heimische Blühpflanzen, bedeutet das weniger Lebensraum, Nahrung, Nistmöglichkeiten und Überwinterungsplätze für Insekten. Fehlen die Insekten, fehlt ein Puzzleteil im großen Ganzen – in der Natur und ihren Leistungen für uns Menschen. Insekten sind schließlich nicht nur Nahrung für Fische, Vögel und Säugetiere. Insekten sind unsere wichtigsten Pflanzenbestäuber und sorgen so auch für unsere tägliche Ernährung. Darüber hinaus tragen sie zur Humusbildung und Bodenbelüftung sowie sogar zur Selbstreinigung von Gewässern bei und erfreuen zusammen mit bunt blühenden Pflanzen das Auge. Wir brauchen die Insekten – und sie die Unterstützung von uns allen.“

BMU und Bundesamt für Naturschutz / 15.12.2020

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