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Mittwoch, Januar 20, 2021
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Reformen stellen Kapitalmärkte in den Dienst des Corona-Wiederaufbaus

Die Europäische Kommission begrüßt die politischen Einigungen des Europäischen Parlaments und des Rates Mittwoch und heute auf Reformen in der Kapitalmarktunion. Dazu gehören die EU-Vorschriften zum Anlegerschutz und für Rohstoffderivate in der Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID). Die Kommission hatte diese Änderungen im Juli 2020 vorgeschlagen, um den Verwaltungsaufwand für erfahrene Anleger im Geschäftsverkehr zu verringern, ohne den Schutz für Privatanleger zu mindern. Einig sind die EU-Gesetzgeber auch über gezielte Änderungen des EU-Verbriefungsrahmens und der Eigenkapitalverordnung, um Banken zu ermöglichen, Kapital freizusetzen und in der Wirtschaftskrise Kredite zu vergeben.

Die vereinbarten Änderungen in der MiFID-Richtlinie zielen darauf ab, es den Kapitalmärkten zu erleichtern, die europäischen Unternehmen bei der Erholung von der Krise zu unterstützen, indem sie Ressourcen sowohl für Unternehmen als auch für Investoren freisetzen. Insbesondere bedeuten diese neuen Regeln, dass der Umfang der Informationen, die den Kunden, insbesondere den professionellen Kunden wie Großunternehmen und Finanzinstituten, zur Verfügung gestellt werden, nun gezielter auf deren Bedürfnisse abgestimmt wird. Informationen werden nicht mehr in Papierform zur Verfügung gestellt, es sei denn, Privatanleger fordern dies ausdrücklich an.

Die Europäische Kommission begrüßt auch die gestern Abend erzielte Einigung zwischen dem Europäischen Parlament und dem Rat über gezielte Änderungen des EU-Verbriefungsrahmens und der Eigenkapitalverordnung. Die Verbriefung ist ein Instrument, mit dem Banken Kredite bündeln, in Wertpapiere umwandeln und diese auf den Finanzmärkten verkaufen können.

EU-Kommission / 10.12.2020

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