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Montag, Juni 14, 2021
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BUND: Keine Förderung für Wasserstoff aus Atomkraftwerken

Deutschland darf Atomausstieg nicht durch europäische Hintertür aushebeln

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisiert, dass die Bundesregierung in den letzten Tagen ihrer EU Ratspräsidentschaft den Weg für die Wasserstofferzeugung durch neue Atomkraftwerke bereitet. Im Zuge dessen sollen die Förderkriterien für von der Europäischen Union finanzierte Wasserstoffprojekte entsprechend aufgeweicht werden. Der BUND lehnt dies kategorisch ab und fordert die Bundesregierung auf, weiter auf erneuerbare Energien zu setzen, die einzige nachhaltige und sichere Energiequelle für Wasserstoff.

Verena Graichen, stellvertretende BUND-Vorsitzende: „Anstatt Wasserstoff aus erneuerbaren Quellen klar Vorrang zu geben, soll dem Wortlaut der Förderkriterien nach künftig allgemein ‚sauberer‘ Wasserstoff gefördert werden. Wasserstofferzeugung aus erneuerbaren Energien würde so mit der aus Erdgas und Atomkraft gleichgestellt – anders als in der europäischen Wasserstoffstrategie bislang vorgesehen. Es ist grotesk, dass sich ausgerechnet die Bundesregierung dafür einsetzt. Deutschland als Land des Atomausstiegs darf nicht zum Wegbereiter einer europäischen Renaissance der Atomkraft werden. Unabhängig vom Folgeprodukt und dessen Nutzen bleibt die Erzeugung von Atomstrom hochriskant, die Urangewinnung eine horrende Umweltverschmutzung und die Endlagerung von Atommüll ein ungelöstes generationenübergreifendes Problem.“

BUND / 11.12.2020

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