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EU-Treibhausgasemissionen sind 2019 gesunken – trotz wachsender Wirtschaft

2019 sind die Treibhausgasemissionen in den 27 EU-Mitgliedstaaten im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 Prozent zurückgegangen. Gegenüber 1990 wurden die Emissionen um 24 Prozent reduziert. Gleichzeitig wuchs das BIP 2019 um 1,5 Prozent. Dies geht aus dem Montag von der Kommission veröffentlichten jährlichen EU-Fortschrittsbericht über den Klimaschutz hervor.

„Die Europäische Union beweist, dass es möglich ist, die Emissionen bei gleichzeitigem Wirtschaftswachstum zu senken“, sagte Frans Timmermans, Exekutiv-Vizepräsident für den europäischen Grünen Deal. „Der heutige Bericht bestätigt jedoch erneut, dass wir unsere Anstrengungen in allen Wirtschaftssektoren verstärken müssen, um unser gemeinsames Ziel der Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen.“

Am stärksten sanken im Jahr 2019 die Emissionen, die unter das Emissionshandelssystem (EU-EHS) fallen: Sie verringerten sich gegenüber 2018 um 9,1 Proeznt bzw. um rund 152 Millionen Tonnen Kohlendioxidäquivalente (Mio. t CO2 -Äq). Dieser Rückgang ist in erster Linie auf den Energiesektor zurückzuführen: Hier wurden die Emissionen um fast 15 Prozent reduziert, vor allem durch Umstellung der Stromerzeugung von Kohle auf erneuerbare Energien und Gas. Die Emissionen der Industrie gingen um fast 2 Prozent zurück. Die im Rahmen des EU-EHS geprüften Luftverkehrsemissionen, d. h. derzeit nur die Emissionen aus Flügen innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums, stiegen erneut leicht an (gegenüber 2018 um 1 Prozent bzw. rund 0,7 Mio. t CO2-Äq). Bei den Emissionen, die nicht unter das EU-EHS fallen, d. h. die in nicht vom EU-EHS erfassten Sparten der Industrie oder in Bereichen wie Verkehr, Gebäude, Landwirtschaft und Abfallwirtschaft entstehen, ist gegenüber 2018 keine nennenswerte Veränderung zu verzeichnen.

EU-Kommission / 30.11.2020

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