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Green Deal: Kommission legt Strategie für erneuerbare Offshore-Energie vor

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Green Deal: Kommission legt Strategie für erneuerbare Offshore-Energie vor
Mit Offshore-Windkraft wird sauberer Strom erzeugt, der mit dem auf der Grundlage fossiler Brennstoffe herkömmlich erzeugten Strom konkurriert und zuweilen sogar billiger ist. Die europäische Industrie entwickelt zurzeit rasch verschiedene weitere Technologien, um die Kraft unserer Meere für die Erzeugung von Ökostrom zu nutzen.

Mit Blick auf das EU-Ziel, bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent zu werden, haben EU-Kommissionsvizepräsident Frans Timmermans und EU-Energiekommissarin Kadri Simson Donnerstag die EU-Strategie für erneuerbare Offshore-Energie vorgestellt. Die Europäische Kommission schlägt darin vor, die Offshore-Windenergiekapazität Europas von derzeit 12 GW bis 2030 auf mindestens 60 GW und bis 2050 auf 300 GW auszubauen. Ergänzt werden soll dies bis 2050 durch 40 GW an Meeresenergie sowie durch erneuerbare Offshore-Energie aus anderen Quellen wie schwimmende Wind- und Solaranlagen. Bis 2050 werden dafür Investitionen von knapp 800 Mrd. Euro erforderlich sein.

Die steigende Gewinnung von Energie auf dem Meer soll im Einklang mit der Natur erfolgen. Grundlage für diese Ausbauziele ist das enorme Potenzial aller Meeresbecken in Europa und die weltweit führende Rolle europäischer Unternehmen in diesem Sektor. Die Strategie zeigt die Chance auf, die sich aus dem Ausbau der Offshore-Energie für Nordsee, Ostsee, Schwarzes Meer, Mittelmeer und Atlantik sowie für bestimmte Küsten- und Inselgemeinschaften eröffnen. Es profitieren zudem Binnenregionen, in denen Produktion und Forschung bereits jetzt zum Ausbau der Offshore-Energie beitragen.

EU-Kommission / 19.11.2020