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Nachhaltige Fischerei: EU erzielt vorläufige Einigung über Finanzhilfen für Ostseefischer

Das Europäische Parlament und der Rat haben sich Dienstag vorläufig über Finanzhilfen für Ostseefischer geeinigt. Die EU will Fischer unterstützen, die wegen der geringeren Fangmöglichkeiten unter finanziellen Einbußen leiden. Gefährdete Fischbestände, speziell Dorsche und Heringe, sollen sich dadurch erholen. Nur so wird es möglich sein, die Fangmöglichkeiten wieder zu erhöhen. Das Abkommen würde es betroffenen Fischern erlauben, die Fischerei mit der finanziellen Unterstützung des Europäischen Fonds für Seefahrt und Fischerei (EMFF) unter bestimmten Voraussetzungen aufzugeben.

Virginijus Sinkevičius, Kommissar für Umwelt, Ozeane und Fischerei, sagte: „Ich freue mich, dass wir eine Einigung erzielt haben, die unseren Fischern und Fischerinnen Erleichterung bringt, die mit der doppelten Herausforderung der drastischen Reduzierung der Fangmöglichkeiten in der Ostsee und den Folgen der Coronavirus-Krise fertig werden müssen. Unser heutiges Handeln hat eine doppelte Funktion: die Förderung einer gesünderen, nachhaltigeren Ostsee von morgen, indem wir das Überleben der Fischbestände sichern und gleichzeitig den Lebensunterhalt derjenigen unterstützen, die am stärksten von der Krise betroffen sind.“

Aufgrund der gefährdeten Dorsche in der östlichen Ostsee und der Heringe in der westlichen Ostsee hatte die EU-Kommission reagiert und die Fangmöglichkeiten eingeschränkt, bzw. ein Fangverbot von Dorschen erlassen. In der Folge wurden Fischern Hilfen in Aussicht gestellt, wenn sie den Fang von Dorschen auf Dauer stoppen. Im Anschluss an wissenschaftliche Gutachten schlug die Kommission dann weitere Kürzungen der Fangmöglichkeiten für 2021 vor. Die vorläufige Einigung schließt beide Fischarten mit ein.

Die gestern erzielte Einigung wird sich mit den schwerwiegenden wirtschaftlichen Folgen für die Fischereigemeinden und -flotten befassen, die auf die Fischerei angewiesen sind, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Sie findet wenige Tage vor der hochrangigen „Unsere Ostseekonferenz“ statt, auf der Umweltfaktoren, die sich negativ auf die Ostsee auswirken, diskutiert werden. Dazu gehören der Verlust von biologischer Vielfalt, Klimawandel, Eutrophierung, Überfischung und Verschmutzung. Das Europäische Parlament und der Rat müssen die vorläufige Einigung in den nächsten Wochen bestätigen.

EU-Kommission / 23.09.2020

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