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Der Onlinehandel boomt und Postunternehmen verpflichten sich, die durch die Zustellung verursachten CO2-Emissionen weiter zu reduzieren

Die Postdienstleister berichten ihre jährlichen Fortschritte im Vergleich zum Basisjahr 2019.

Während der COVID-19-Krise kam es zu einem beispiellosen Anstieg des Onlinehandels. 52 Prozent der Verbraucher haben mehr Waren online von nationalen Onlinehändlern gekauft und 49 Prozent sagen, dass sie aufgrund von COVID-19 in Zukunft mehr online einkaufen werden(1). Auf der ganzen Welt haben Postunternehmen während des Lockdowns eine wesentliche Rolle gespielt: Sie haben wichtige Waren ausgeliefert und E-Commerce-Sendungen zugestellt. Anlässlich des zweiten Green Postal Day(2) bekräftigen die CEOs von 15 Postunternehmen weltweit ihre Verpflichtung, die durch die Zustellung verursachten CO2-Emissionen weiter zu reduzieren und zu einer nachhaltigeren Gesellschaft beizutragen. Während der COVID-19-Pandemie hat sich gezeigt, dass den Postunternehmen eine wichtige gesellschaftliche Rolle zukommt und dass die Menschen ihnen wichtig sind. Dies bedeutet auch, dass sie zum Klimaschutz beitragen. Und genau das machen Postunternehmen schon seit mehr als 10 Jahren.

„Trotz der aktuellen Lage sollten wir den Klimawandel nicht aus dem Blick verlieren. Er ist langfristig das viel größere Problem – mit existenziellen Folgen. In der Krise hat sich die Bedeutung der Logistik als Rückgrat der Weltwirtschaft nochmals deutlich gezeigt. Eine Welt ohne Logistik ist nicht mehr vorstellbar. Das heißt aber auch: Wir tragen eine große Verantwortung und können nicht nur als Deutsche Post DHL Group, sondern als gesamter Sektor einen entscheidenden Beitrag in Sachen Grüne Logistik leisten“, sagt Frank Appel, Vorstandsvorsitzender von Deutsche Post DHL Group. „Für mich ist es ganz entscheidend, dass der Postsektor hier eine Vorreiterrolle einnimmt und Veränderung vorantreibt. Unsere Anstrengungen bei der Reduzierung der Kohlenstoffemissionen haben bereits eine enorme Wirkung. Wir ermutigen uns gegenseitig Innovationen voranzutreiben und Ideen zu teilen. Der zweite Green Postal Day erinnert uns daran, dass wir den Klimawandel trotz der Corona-Pandemie nicht aus den Augen verlieren dürfen. Aber ich bin zuversichtlich. Wir werden in Zukunft viele Fortschritte sehen, nicht nur in unserer Branche, sondern generell.“

Elektrofahrzeuge machen heute 15 Prozent der Fahrzeugflotten(3) der Postunternehmen aus. Das sind zehn Prozent mehr als vor drei Jahren. Der Anteil von Fahrzeugen mit alternativem Antrieb ist eine der Kennzahlen, die Postunternehmen seit zehn Jahren gemeinsam überwachen und berichten und die sie weiterhin über ihr neues Sustainability Measurement and Management System (SMMS) überwachen werden.

Gemäß dem Nachhaltigkeitsziel 9 der Vereinten Nationen haben Postunternehmen erheblich in die Entwicklung emissionsarmer Lösungen für die Zustellung von Päckchen und Paketen auf der letzten Meile investiert. Die Zustellung in Stadtzentren erfolgt zu Fuß, mit Fahrrädern oder E-Bikes oder durch emissionsfreie oder gemeinsam genutzte Zustellsysteme.

Für die Zustellung über größere Entfernungen wird die Fahrzeugflotte schrittweise durch Elektrofahrzeuge oder Fahrzeuge mit alternativem Kraftstoffantrieb ersetzt. Postunternehmen entwickeln auch schon seit langem selbst Elektrofahrzeuge und berücksichtigen dabei die Bedürfnisse der Zusteller von E-Commerce-Sendungen.

Weitere heute veröffentlichte Ergebnisse(4) aus dem SMMS für 2019 zeigen, dass die Postunternehmen weiterhin ihre CO2-Emissionen reduzieren und zur nachhaltigen Entwicklung beitragen:

  • Am SMMS beteiligte Postunternehmen haben ihre absoluten CO2-Emissionen seit 2008 um 31 Prozent reduziert.
  • 31 Prozent des gesamten Stromverbrauchs in Gebäuden stammen aus erneuerbaren Energien.
  • 47 Prozent des Abfalls wird zur Wiederverwertung oder zum Recycling getrennt.
    1. Über das Nachhaltigkeitsprogramm der Postunternehmen

      Der Postsektor ist eine der wenigen Branchen mit einem eigenen gemeinsamen Programm für die Messung und das Reporting der Nachhaltigkeit. Seit 2008 haben Postdienstleister ihre CO2-Emissionen insgesamt um mehr als 30 Prozent reduziert. Damit liegen sie weit über dem Ziel einer 20-prozentigen Reduzierung bis 2020. Die Ergebnisse aus dem Nachhaltigkeitsprogramm des Postsektors werden vom externen Prüfunternehmen PwC überprüft. Die gemeinsamen Ergebnisse werden seit 2009 jedes Jahr veröffentlicht.

      Doch Nachhaltigkeit ist nicht auf die Reduzierung der CO2-Emissionen begrenzt. 2019 riefen Postunternehmen das Sustainability Measurement and Management System (SMMS) ins Leben und erweiterten damit ihre Anstrengungen, um ihre Aktivitäten zu messen, über sie zu berichten und voneinander zu lernen. Das Reporting beruht auf umfassendem Stakeholder-Engagement und beinhaltet sieben Kategorien. Diese beziehen sich auf die fünf Nachhaltigkeitsziele (SDG), bei denen Postunternehmen am meisten Wirkung erzielen können. Die Kategorien lauten Gesundheit und Sicherheit, Lernen und Entwicklung, Ressourceneffizienz, Luftqualität, Kreislaufwirtschaft, nachhaltiger Einkauf und Klimawandel. Die zugehörigen Nachhaltigkeitsziele sind Ziel 8, (Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum), Ziel 9 (Industrie, Innovation und Infrastruktur), Ziel 11 (Nachhaltige Städte und Gemeinden), Ziel 12 (Nachhaltige/r Konsum und Produktion) und Ziel 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz). Derzeit nehmen 19 Postunternehmen aus Amerika, Europa, Afrika und Asien-Pazifik am SMMS-Programm der IPC teil.

      Die Postdienstleister berichten ihre jährlichen Fortschritte in allen sieben Kategorien, jeweils im Vergleich zum Basisjahr 2019. Dazu gehören:

      Reduzierung der absoluten CO2-Emissionen

      CO2 -Effizienz

      Erhöhung des Anteils der Fahrzeuge mit alternativen Antriebssystemen und der Elektrofahrzeuge
      Abfalltrennung für Wiederverwertung und Recycling

      Zwischenzeitlich arbeiten die Postunternehmen weiter daran, das wissenschaftlich gestützte Effizienzziel einer 20-prozentigen Reduzierung der CO2-Emissionen pro Brief/Paket bis 2025 zu erreichen.

      (1) 2020 Pilot-Umfrage des IPC über nationale Onlinekäufe, basierend auf einer Umfrage unter 6.184 Onlinekäufern in acht Ländern (Australien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Portugal und USA). Die Umfrage wurde von Juni bis Juli 2020 während der COVID-19-Pandemie durchgeführt.

      (2) Der Green Postal Day wurde 2019 von den CEOs der führenden Postunternehmen in Nordamerika, Europa und Asien-Pazifik ins Leben gerufen. Sie heben damit hervor, wie vorteilhaft sich die Zusammenarbeit im Postsektor zur Reduzierung der CO2-Emissionen während der vergangenen zehn Jahre auf die Branche ausgewirkt hat. Der Green Postal Day unterstützt den International Zero Emissions Day und die Europäische Mobilitätswoche. Nähere Informationen: http://www.ipc.be/GreenPostalDay

      (3) Gesamtergebnis für alle Postunternehmen, die am SMMS der IPC teilnehmen. Das Sustainability Measurement and Management System (SMMS) wurde 2019 eingeführt. Das neue Programm baut auf dem erfolgreichen Wettbewerb der Ziele des 2008 gestarteten Environmental Measurement and Monitoring System (EMMS) für das Postwesen auf. Der Umfang des neuen Programms wurde auf die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen abgestimmt.

      (4) Hintergrundinformationen zu den Ergebnissen stehen unter http://www.ipc.be zur Verfügung.

      Deutsche Post DHL Group / 18.09.2020

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