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Freitag, November 27, 2020
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„Kinderleicht zum Kindergeld“ jetzt auch digital

Pilotbetrieb gestartet: Digitaler Service für Smartphone und Terminalgerät in der Asklepios-Klinik Altona. Service mit Kombiformular ab sofort in allen Hamburger Geburtskliniken.

Eltern können in Hamburg bereits seit Juni 2018 schneller und unbürokratischer Familienleistungen des Bundes und der Standesämter kombiniert und direkt in der Klinik beantragen: Durch eine einmalige Kooperation verschiedener Institutionen und ein kombiniertes Antragsformular „laufen“ nun die Daten und nicht die Eltern. Das entlastet sehr, insbesondere wenn sich alles um das Neugeborene dreht. Der Service steht seit Juni dieses Jahres nunmehr in allen elf Geburtskliniken in Hamburg zur Verfügung und kann von über 25.000 Elternpaaren pro Jahr genutzt werden.

Der beim eGovernment-Wettbewerb mit dem Sonderpreis des Kanzleramtsministers ausgezeichnete Service ist jetzt außerdem auch digital verfügbar. In der Asklepios-Klinik Altona können Eltern „Kinderleicht zum Kindergeld“ über das eigene Smartphone oder Tablet oder über ein dortiges Terminalgerät nutzen.

Christian Pfromm, Chief Digital Officer der Freien und Hansestadt Hamburg: „‚Kinderleicht zum Kindergeld‘ ist ein gutes Beispiel dafür, wie Serviceorientierung und Bürgerfreundlichkeit durch die Nutzung moderner Technik ermöglicht werden können. So funktioniert Digitalisierung, von der wir alle profitieren. Hamburg hat damit bereits jetzt einen Bürgerservice für Eltern geschaffen und ist erneut Vorreiter auf diesem Gebiet.“

Projektleiterin Dr. Brigitte Klamroth: „Bei dem Projekt ‚Kinderleicht zum Kindergeld‘ sind wir stufenweise vorgegangen: Zuerst haben wir die Abläufe für den Service so optimiert, dass die Eltern bestmöglich von Bürokratie entlastet werden. Mit der mittlerweile flächendeckenden Einführung des Service über das Kombiformular können Eltern ihren Antrag in allen Hamburger Geburtskliniken stellen. Die jetzige Digitalisierung von ‚Kinderleicht zum Kindergeld‘ stellt einen weiteren Schritt zu noch mehr Servicequalität dar.“

Karsten Bunk, Leiter der Familienkasse bei der Bundesagentur für Arbeit: „Das Pilotprojekt erweist sich als Erfolg. Die Familien in Hamburg erleben eine wesentliche Verbesserung bei den verschiedenen staatlichen Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Geburt ihres Kindes. Bequem online die Angaben übermitteln – und die ganzen Papiervorgänge und Behördengänge entfallen! Das ist ein gutes Beispiel für Bürokratieabbau in Deutschland. Wir machen da gerne mit.“

Gemeinsames Handeln bietet die größtmögliche Innovation und entlastet Eltern von Bürokratie

Die Initiative für das Projekt „Kinderleicht zum Kindergeld“ ist in Zusammenarbeit der Hamburger Senatskanzlei mit der Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit entstanden. Dahinter steht die Idee, die Eltern zum Zeitpunkt der Geburt von Bürokratie zu entlasten und anstelle der unterschiedlichen Behördengänge und vielen Formularabfragen einen gemeinsamen Service direkt vor Ort in der Klinik anzubieten. Durch vernetzte Zusammenarbeit der beteiligten Institutionen erhalten die Eltern dann bequem per Post die gewünschten Dienstleistungen direkt nach Hause zugesandt.

Was bietet der Service noch mehr, wenn er digital genutzt wird?

Mit dem modernen Service „Kinderleicht zum Kindergeld“ können Eltern nach der Geburt ihres Kindes in Hamburg ohne Behördengänge in einem Zuge Angaben zur Geburt machen, ihrem Kind rechtskräftig einen Namen geben, die Geburt beim Standesamt beurkunden lassen, Geburtsurkunden bestellen und gleichzeitig das Kindergeld beantragen. Sie erhalten in weniger als zehn Tagen per Post ihre Geburtsurkunden, ihren Kindergeldbescheid, die Steuer-ID des Kindes und das Kindergeld wird direkt auf das Konto überwiesen. Das Kind wird zusätzlich im Meldewesen eingetragen. Mit dem digitalen Service können Eltern ihre Angaben zur Geburt ihres Kindes elektronisch an das Standesamt und die Familienkasse übersenden. Die Authentifizierung und Unterschrift erfolgt mit dem elektronischen Personalausweis und der PIN am Terminalgerät über ein integriertes Kartenlesegerät. Beim Smartphone und Tablet übernimmt das die AusweisApp2, die in den üblichen Stores problemlos heruntergeladen werden kann.

Der Online-Dienst Kinderleicht zum Kindergeld liest dabei die Adressdaten der Eltern aus dem Chip des elektronischen Personalausweises aus, diese müssen nicht mehr eingegeben werden. Die Bedienung des Online-Dienstes ist denkbar einfach. Über Tastatur oder Display führt die Software selbsterklärend die Eltern durch alle Schritte der Dateneingabe. Auswahlmenüs erleichtern die Eingabe und die Datenqualität gegenüber den schriftlichen Eingaben im Kombiformular. Geburtsurkunden können gleich mitbestellt und die Gebühren bequem dabei online überwiesen werden.

Ein enormer Vorteil ist, dass Eltern Ihre Originalurkunden nicht mehr an das Standesamt senden müssen, denn diese liegen für die derzeitige Zielgruppe von Eltern (die ab 2009 in Hamburg geheiratet haben oder bereits Kinder haben, deren zuletzt geborene Kinder ebenfalls in Hamburg zur Welt gekommen sind) bereits in den Standesämtern digital vor. Voraussetzung dafür ist, dass die Eltern einen elektronischen Personalausweis mit einer freigeschalteten PIN mitbringen. Alle anderen Eltern können weiterhin den Service mit dem Kombiformular nutzen. Während der Pilotierungsphase wird nach und nach weiteren Zielgruppen von Eltern die Nutzung des digitalen Service ermöglicht.

An dem dreifach ausgezeichneten Kooperationsprojekt staatlicher und privater Einrichtungen beteiligen sich Hamburger Kliniken und Standesämter sowie die Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit. Informationen zum Service und zur Pilotierung des Online-Dienstes finden Sie unter: http://www.hamburg.de/kinderleicht-zum-kindergeld.

(Senatskanzlei / 22.07.2020)

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