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Dienstag, November 24, 2020
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Coronavirus: Studie belegt positive Wirkung der Eindämmungsmaßnahmen

Die von Regierungen und Regionen getroffenen Restriktionen konnten die Ausbreitung von COVID-19 wirksam eindämmen. Dies belegen neue Studien, die Mittwoch von der Gemeinsamen Forschungsstelle der Kommission veröffentlicht wurden. Die Ergebnisse der Studien sollen politischen Entscheidungsträgern dabei helfen, Entscheidungen zum Beenden der Restriktionen zu treffen. Sie liefern datengestützte Angaben zur Kartierung der sozioökonomischen Auswirkungen der Restriktionen und können damit auch Frühwarnsystemen für potenzielle neue Ausbrüche unterstützen.

Die EU-Kommissarin für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend Mariya Gabriel, die auch für die Gemeinsame Forschungsstelle zuständig ist, erklärte: „Digitale Technologien und Sozialwissenschaften sind von wesentlicher Bedeutung für die daten- und evidenzbasierte Krisenreaktionen der Kommission und die politischen Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie. Ich möchte den Mobilfunkbetreibern danken, die einen einzigartigen Zugang zu ihren Datensätzen gewährt haben und so zum Kampf gegen diese Bedrohung der öffentlichen Gesundheit beitragen.“

Thierry Breton, EU-Kommissar für den Binnenmarkt, fügte hinzu: „Die Ergebnisse dieser Studien werden Europa dabei unterstützen, sich auf verschiedene mögliche Zukunftsszenarien vorzubereiten, was vor dem Hintergrund der Wiedereröffnung der Unternehmen und Wiederaufnahme der Reisetätigkeit besonders wichtig ist. Diese Initiative zeigt außerdem auf, welche Vorteile sich insbesondere in Krisenzeiten aus dem Austausch von Daten zwischen Unternehmen und Behörden ergeben können.“

Mit Hilfe der öffentlich-privaten Zusammenarbeit mit 14 Mobilfunknetzbetreibern konnten die Wissenschaftler der Gemeinsamen Forschungsstelle zum ersten Mal eine systematische Analyse des Zusammenhangs zwischen menschlicher Mobilität und Virusverbreitung sowie eine länderübergreifende vergleichende Analyse der Wirksamkeit von Eindämmungsmaßnahmen durchführen. Weitere Studien werden folgen, und weitere Mobilfunknetzbetreiber können sich der Initiative anschließen, um mehr Länder abzudecken. Diese Initiative unterstützt den Plan zu Ausstiegsstrategien auf der Grundlage mobiler Daten und Anwendungen, wie in der Empfehlung der Kommission im April angekündigt, und folgt dem befürwortenden Schreiben des Europäischen Datenschutzbeauftragten.

Hintergrund

Die Studien sind Teil des von der Kommission im April angekündigten gemeinsamen Konzepts für die Vorhersage und Modellierung der Ausbreitung des Virus durch anonymisierte und aggregierte Mobilfunk-Standortdaten. Ziel ist die Analyse von Bewegungsmustern, einschließlich der Auswirkungen von Ausgangsbeschränkungen auf die Intensität der Kontakte und somit die Ansteckungsrisiken. Damit soll ein wichtiger Beitrag für Strategien zur Öffnung nach dem Lockdown geliefert werden. Die Kommission hatte am 23. März 2020 Gespräche mit Mobilfunkbetreibern aufgenommen. Ziel war die Einbeziehung aller Mitgliedstaaten. Die Daten wurden vollständig anonymisiert und zur Verarbeitung und Modellierung an die Gemeinsamen Forschungsstelle (JRC) übermittelt. Sie werden nicht an Dritte weitergegeben und nur für die Dauer der Krise gespeichert.

(EU-Kommission / 15.07.2020)

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