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Bedrohung indigener Völker Brasiliens

Anlässlich gewaltsamer Übergriffe auf indigene Völker Brasiliens erklärte die Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt, Bärbel Kofler, am 03.07.:

„Seit Präsident Bolsonaros Amtsantritt vor anderthalb Jahren sehen sich die indigenen Völker Brasiliens mehr denn je in ihrer Existenz bedroht. Die Ermordung von zwei Angehörigen des Stamms der Yanomami durch illegale Goldgräber führt uns einmal mehr die Verletzlichkeit und prekäre Lage der indigenen Völker Brasiliens vor Augen.

Die aktuelle Umweltagenda der brasilianischen Regierung gefährdet die Ziele des Pariser Klimaübereinkommens und die Ziele der nachhaltigen Entwicklung. Sie hat Anreize geschaffen, die eine weitere Zerstörung des Amazonaswaldes begünstigen – auch zu Lasten der indigenen Völker auf ihren angestammten Gebieten. Unser Planet kann sich dies inmitten einer globalen Biodiversitäts- und Klimakrise nicht leisten! Ich appelliere daher an die brasilianische Regierung, alle Maßnahmen rückgängig zu machen, die mehr Entwaldung provozieren, die biologische Vielfalt gefährden und die Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechtsstandards beeinträchtigen.

Auch in Deutschland können wir entscheidend dazu beitragen, die Menschenrechte der indigenen Völker effektiv zu schützen – insbesondere ihre Rechte auf Leben, Selbstbestimmung und kulturelle Identität! Es ist deshalb wichtig, dass ILO 169 von 1989 auch von Deutschland endlich ratifiziert wird.“

Hintergrund:

Deutschland engagiert sich seit Jahrzehnten für den Schutz der Indigenen in Brasilien und hat daran mitgewirkt, deren Schutzgebiete demarkieren zu lassen; durch mögliche gesetzlichen Regelungen würde dieser Schutz de facto aufgehoben und den indigenen Völkern Brasiliens die Lebensgrundlagen entzogen. Die indigenen Territorien Brasiliens beherbergen 83 % der weltweiten Biodiversität. Umweltkonflikte und Eingriffe auf diese Territorien haben Konsequenzen für die gesamte Menschheit. ILO 169 verweist auf den besonderen Beitrag der eingeborenen und in Stämmen lebenden Völker zur kulturellen Vielfalt und sozialen und ökologischen Harmonie der Menschheit sowie zur internationalen Zusammenarbeit und zum internationalen Verständnis.

AA / 03.07.2020

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