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Kommission befragt Öffentlichkeit zu Digitalisierung des europäischen Kulturerbes

Die Europäische Kommission hat heute (Montag) alle Interessierten eingeladen, Feedback zur digitalen Bewahrung des europäischen Kulturerbes zu geben. Die Ergebnisse der öffentlichen Konsultation werden dazu beitragen, die Empfehlung zur Digitalisierung von Kulturgütern aus dem Jahr 2011 zu überarbeiten und in einen Vorschlag für modernere Regeln zur Online-Zugänglichkeit des Kulturerbes einfließen.

Der technologische Fortschritt eröffnet neue Möglichkeiten. Die Digitalisierung hilft dabei, Kulturschätze zu bewahren, zu restaurieren, zu erforschen und den Menschen online zugänglich zu machen. Das kann auch wirtschaftliche Vorteile haben, etwa im Tourismus.

Der tragische Brand der Kathedrale Notre Dame in Paris am 15. April 2019 zeigt, wie wichtig die Digitalisierung und Erhaltung von Kultur ist, beispielsweise durch die 3D-Modellierung von Gebäuden, Denkmälern und anderen Kulturstätten. Aktuell haben die Coronavirus-Pandemie und die Regeln zur räumlichen Distanz die Notwendigkeit eines virtuell zugänglichen Kulturerbes und die Vorteile der Digitalisierung noch einmal verdeutlicht.

Die Konsultation wird das Feedback von Bürgerinnen und Bürgern, öffentlichen Verwaltungen, Kulturerbe-Institutionen, internationalen Organisationen und Netzwerken, Nutzern der virtuellen Bibliothek Europeana, Unternehmen, Forschungsorganisationen und der Wissenschaft einholen. Die Befragung läuft vom 22. Juni bis zum 14. September 2020.

Hintergrund

Die Europeana, Europas Plattform für digitales Kulturerbe, arbeitet mit Tausenden von Archiven, Bibliotheken und Museen in ganz Europa zusammen, um den Zugang zu kulturellen Inhalten sowie deren Nutzung und Wiederverwendung zu erleichtern. Sie ist die einzige gesamteuropäische Plattform ihrer Art und spielt eine Schlüsselrolle bei der Stärkung unserer Kulturerbe-Gemeinschaft.

Parallel zu diesen Bemühungen unterzeichneten 26 europäische Länder im Jahr 2019 eine Erklärung der Zusammenarbeit bei der Digitalisierung des kulturellen Erbes. Die Erklärung fordert die Mitgliedstaaten auf

  • eine gesamteuropäische Initiative für die 3D-Digitalisierung von Artefakten, Denkmälern und Kulturstätten des kulturellen Erbes zu starten;
  • die sektorübergreifende, grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu verbessern und Kapazitäten für ein digitales Kulturerbe auszubauen;
  • das bürgerschaftliche Engagement zu fördern, ebenso wie innovative Nutzungsformen und Übertragungseffekte in andere Sektoren.

Durch das Forschungsprogramm Horizont 2020 bietet die EU-Kommission fortlaufende Unterstützung für Forschung und Innovation im Bereich des kulturellen Erbes, mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Nutzung modernster Technologien. Die Mittel, mit denen über Horizont 2020 im Zeitraum 2014 bis 2020 digitales kulturelles Erbe unterstützt wird, belaufen sich auf insgesamt etwa 70 Mio. Euro.

Zu den unterstützten Forschungsprojekten gehören zum Beispiel ARCHES, DigiArt und EU-LAC-MUSEUMS, die 3D-Modellierung und internationale Zusammenarbeit nutzen, um die Zugänglichkeit von Museen zu verbessern. Andere Projekte konzentrierten sich auf den Einsatz von Technologien, um das gesellschaftliche Bewusstsein und Interesse für das kulturelle Erbe und dessen Erhaltung zu erhöhen. Beispielsweise entwickelte PLUGGY das allererste soziale Netzwerk, das sich der Förderung des europäischen Kulturerbes widmet, während das Projekt I-Media-Cities eine revolutionäre Plattform ins Leben gerufen hat, die mit Hilfe von audiovisuellem Material allen Menschen ermöglicht, das reiche Kulturerbe von neun europäischen Städten – Kopenhagen, Stockholm, Frankfurt, Brüssel, Wien, Turin, Barcelona, Bologna und Athen – zu entdecken.

EU-Kommission / 22.06.2020

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