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„Privileg der Heimat zur kulturellen Verständigung nutzen“

Zum Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung am 20. Juni erklärt Kulturstaatsministerin Monika Grütters: „Versöhnen durch Erinnern – das ist und bleibt die oberste Maxime unserer Gedenkpolitik, gerade auch im Hinblick auf die Vertreibungsschicksale. Lange haben wir deshalb gerungen um diesen Gedenktag. Wir begehen ihn heute zum fünften Mal, um dem Leid der deutschen Vertriebenen und der Vertriebenen aller anderen Völker in unseren Gedanken Zeit und Raum zu geben.

Der Gedenktag macht auch bewusst, dass Kultur und Geschichte in Mittel- und Osteuropa über Jahrhunderte durch das Zusammenleben verschiedener Völker und Nationen geprägt waren. An diesem kulturell fruchtbaren Miteinander hatten Millionen Deutsche ihren Anteil. Es fand mit dem Zweiten Weltkrieg und dem Terror des NS-Regimes sein jähes Ende.

Mit unserem Gedenken an alle Opfer von Flucht und Vertreibung folgen wir der Überzeugung, dass Heimat ein Privileg ist – in der Vergangenheit wie auch heute im 21. Jahrhundert, da weltweit Millionen Menschen zur Flucht gezwungen sind. Deshalb wollen wir unsere Heimat Deutschland in die Zukunft gerichtet nutzen: zum kulturellen Austausch, zur Verständigung mit den Menschen in Europa und mit den Entwurzelten, die fern von ihrem Heimatland und ihrer Muttersprache Zuflucht bei uns suchen.“

Die Bundesregierung fördert auf Grundlage des § 96 Bundesvertriebenengesetz vielfältige Institutionen und Projekte, die das deutsche Kulturerbe der ehemals von Deutschen besiedelten Regionen in Mittel- und Osteuropa, wie zum Beispiel Böhmen und Mähren, Ostpreußen, Schlesien oder Siebenbürgen, erhalten und erforschen. Ziel ist es, dieses bedeutende kulturhistorische Erbe als verbindendes Element für ein gemeinschaftliches Europa der Kulturen zu vermitteln.

Seit 2015 begeht Deutschland den Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung und insbesondere der deutschen Vertriebenen jährlich am 20. Juni, der zugleich auch Weltflüchtlingstag ist.

BPA / 19.06.2020

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