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EU bringt Hilfsmaterial nach Afghanistan

 

Als Teil der weltweiten Reaktion der EU auf die Coronavirus-Pandemie werden heute (Montag) über die humanitäre Luftbrücke der EU 100 Tonnen lebensrettenden Materialien nach Afghanistan geliefert, um EU-finanzierte humanitäre Partner zu versorgen. Der Flug ist Teil der im Mai von der EU-Kommission eingerichteten humanitären Luftbrücke und wird vollständig von der EU finanziert. Darüber hinaus stellt die EU ein neues Hilfspaket in Höhe von 39 Mio. Euro bereit, um Afghanistan bei der Bewältigung der Coronavirus-Pandemie zu unterstützen und den Opfern von Krieg, Vertreibung und Naturkatastrophen zu helfen.

Janez Lenarčič, EU-Kommissar für Krisenmanagement, erklärte dazu: „In diesen schwierigen Zeiten lässt die EU die schutzbedürftigsten Bevölkerungsgruppen in Afghanistan nicht allein. Die Coronavirus-Pandemie stellt die humanitäre Gemeinschaft vor enorme logistische Herausforderungen und der Bedarf in kritischen Bereichen ist nach wie vor hoch. Über diese Luftbrücke leistet die EU lebenswichtige Hilfe in Form von Nahrungsmitteln, Nährstoffen, Wasser und Unterkünften. Sie stellt dabei sicher, dass die Hilfe so viele Menschen wie möglich erreicht und damit einen Beitrag zur Unterstützung der Bevölkerung Afghanistans insgesamt leistet.“

Bei den humanitären Projekten der EU in Afghanistan liegt der Schwerpunkt auf der Bereitstellung von Soforthilfe, Unterkünften, Nahrungsmittelhilfe, Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen sowie von verschiedenen Schutzdiensten zur Unterstützung von Frauen und Kindern. Seit 2019 wurden fast 100 Mio. Euro an humanitärer Hilfe bereitgestellt, um lebenswichtige Soforthilfe für die am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen zu finanzieren.

Darüber hinaus werden über den von der EU finanzierten Soforthilfemechanismus Menschen unterstützt, die in jüngster Zeit innerhalb Afghanistans vertrieben wurden. Durch diese Hilfe erhielten in den Jahren 2019 und 2020 400 000 Menschen in allen Provinzen des Landes u. a. Zugang zu sauberem Wasser und zu sanitären Einrichtungen.

Hintergrund

Unsicherheit und anhaltende Konflikte führen weiterhin zu massiven Vertreibungen von Menschen in ganz Afghanistan und in der gesamten Region und verursachen damit großes menschliches Leid. Mehr als 3,5 Millionen Menschen benötigen Zugang zu grundlegenden Gesundheitsdiensten. Etwa 13,5 Millionen Menschen haben nicht genug zu essen, und mindestens 9 Millionen Menschen benötigen Nahrungsmittelhilfe. Die EU finanziert humanitäre Maßnahmen in Afghanistan seit 1992 und hat dafür bislang knapp 935 Mio. Euro bereitgestellt.

EU-Kommission / 15.06.2020

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