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EU-Engagement im Kampf gegen den Tabak

 

Im Vorfeld des jährlichen Weltnichtrauchertages der Weltgesundheitsorganisation am kommenden Sonntag (31. Mai) hat EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides bekräfigt, dass der Kampf gegen den Tabak ein Schlüsselelement des Europäischen Plans zur Krebsbekämpfung sein wird, der bis Ende des Jahres vorgestellt werden soll. Insbesondere junge Menschen müssten vor den Gefahren des Tabaks geschützt werden. Weltweit sterben etwas sechs Millionen Menschen im Jahr an den Folgen des Rauchens.

In der EU soll unter anderem ein Verbot charakteristischer Aromen in Tabakprodukten dafür sorgen, dass weniger junge Menschen überhaupt erst anfangen zu rauchen. „Mit dem Verbot von Menthol in Zigaretten und Drehtabak, das am 20. Mai in Kraft trat, markieren wir einen wichtigen Meilenstein in unserer Arbeit zur Eindämmung des Tabakkonsums und in unseren Bemühungen, Jugendliche zu schützen und ihnen zu helfen, „Nein“ zum Tabak zu sagen,“ erklärte Kyriakides heute (Freitag) in Brüssel.

Kyriakides sagte weiter: „In der EU ist Tabak auch die wichtigste vermeidbare Todesursache bei Krebserkrankungen: 27 Prozent aller Krebstodesfälle sind auf das Rauchen zurückzuführen. Wenn wir den Tabakkonsum abschaffen, können wir vielleicht sogar bis zu 90 Prozent aller Lungenkrebserkrankungen vermeiden. Und zusätzlich zu den schweren Gesundheitsrisiken werden die wirtschaftlichen Kosten des Rauchens im Jahr 2017 auf 4,6 Prozent des BIP der EU geschätzt.“

EU4Health

Das in dieser Woche von der Kommission vorgeschlagene EU-Gesundheitsprogramm EU4Health werde einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen den Krebs leisten können, so Kyriakides weiter. „Dank einer Ausstattung mit 9,4 Mrd. Euro an EU-Mitteln werden wir über EU4Health in der Lage sein, unsere Unterstützung für die Krebsvorbeugung und -versorgung deutlich zu erhöhen.

Trotz der Tatsache, dass bis zu 40 Prozent der Krebserkrankungen vermeidbar wären, werden EU-weit durchschnittlich nur 3 Prozent der Gesundheitsbudgets für die Prävention ausgegeben. Und angesichts der derzeitigen Auswirkungen von COVID-19 auf die Gesundheit im Allgemeinen und auf die Krebsprävention und -pflege im Besonderen ist es dringend notwendig, unsere Anstrengungen zu verstärken.“

EU-Kommission / 29.05.2020

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