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Nach der 2. Runde des „Nachbarschaftsdialogs“

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Außenminister Maas erklärte nach der 2. Runde des „Nachbarschaftsdialogs“ über einen koordinierten Wiedereinstieg in den touristischen Reiseverkehr in Europa gestern (20.05.):

„Wir wollen auch in diesem Jahr der Corona-Krise einen europäischen Sommerurlaub möglich machen – aber unter verantwortbaren Umständen. Dafür muss ein Urlaub berechenbar und vor allem sicher sein.

Wir brauchen doppelte Sicherheit: Erstens die Sicherheit, dass unsere Bürger ohne Einschränkungen wieder nach Deutschland zurückkehren können. Deshalb arbeiten wir an möglichst einheitlichen Kriterien, um die Grenzen in Europa schrittweise wieder zu öffnen und Quarantänebestimmungen zurück zu fahren. Zweitens die Sicherheit, dass wir den Sommertourismus nicht mit einer zweiten Welle an Infektionen teuer bezahlen. Deswegen stimmen wir uns auch zu den Gesundheits- und Hygienestandards für touristische Gebiete ab.

Klar ist: Wir wollen kein europäisches Wettbieten um Touristen. Wir wollen ein abgestimmtes und transparentes Vorgehen, das am Ende für alle in Europa nachvollziehbar und tragbar ist. Als „Reiseweltmeister“ sehen wir uns besonders in der Verantwortung, darauf hinzuarbeiten.

Unser Vorgehen muss sich am Infektionsgeschehen und vielen anderen Faktoren ausrichten, die sich national und regional unterscheiden. Das heißt: wir brauchen einheitliche Kriterien, aber keine Einheitslösung. Wir wollen also eine gemeinsame Start- und Landezone definieren, aber wir müssen am Ende nicht alle denselben Flieger nehmen.

Bei aller berechtigten Urlaubsvorfreude darf auch nicht vergessen werden, dass wir erst vor wenigen Wochen fast eine Viertelmillion gestrandeter deutscher Reisender aus dem Ausland zurückgeholt haben. Das können und wollen wir im Sommer nicht wiederholen. Sommerurlaub, wie wir ihn kennen, wird es deshalb in diesem Jahr nicht geben. Egal, ob man an die Ostsee oder ans Mittelmeer fährt: Die Abstands- und Hygienegebote werden überall gelten.

Wir hoffen, dass wir die weltweite Reisewarnung zumindest für die Europäische Union nach dem 14. Juni wieder aufheben und durch abgestufte Reisehinweise ersetzen können. Mit unseren Gesprächen heute und am Montag sind wir diesem Ziel ein gutes Stück näher gekommen. Diese Abstimmung wollen wir in den kommenden Tagen und Wochen fortsetzen.“

Hintergrund:

Außenminister Maas hat in dieser Woche europäische Amtskolleginnen und -kollegen zu einem „Nachbarschaftsdialog“ eingeladen. Ziel ist eine möglichst enge Abstimmung über einen koordinierten Wiedereinstieg in den touristischen Reiseverkehr in Europa. Grundlage für die Beratungen sind die von der EU-Kommission am 13. Mai 2020 vorgelegten Leitlinien.

Bereits am Montag waren die Außenministerinnen und Außenminister der 10 wichtigsten Ziel- und Transitländern – Bulgarien, Griechenland, Kroatien, Italien, Malta, Portugal, Österreich, Slowenien, Spanien und Zypern – zu einer Videokonferenz eingeladen, heute die Außenministerinnen und Außenminister unserer neun Nachbarländer, also Belgien, Dänemark, Frankreich, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Polen, Schweiz und Tschechien.

AA / 20.05.2020

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