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Mittwoch, August 12, 2020
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Zeigt euch zum 1. Mai. Sozial aus der Krise!

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Zeigt euch zum 1. Mai. Sozial aus der Krise!

Die Bundesregierung wälzt die Kosten der Corona-Krise und die Wirtschaftskrise derzeit auf die Lohnabhängigen ab, die auf bis zu 40 Prozent ihres Einkommens verzichten sollen.  In den Krankenhäusern und in der Pflege wird der Arbeitsschutz nicht eingehalten, der 8- Stunden-Tag ausgehebelt und die Sonntagsschließung im Einzelhandel. In vielen Betrieben gibt es keine Möglichkeit Abstand einzuhalten und auch keinen Corona-Schutz. Die reichsten 10 Prozent der Bevölkerung besitzen so viel wie die ärmere Hälfte der Bevölkerung. DIE LINKE fordert die Reichen und Vermögenden für die Finanzierung der Krise heranzuziehen.

Kurzarbeiter*innengeld: 90% für alle.

Nach Wochen des Lock-Downs steht er an: der traditionelle Tag der Arbeit am 1. Mai. Und die kraftvolle Verteidigung der Rechte von Lohnabhängigen ist angesichts der sozialen Zumutungen der Corona Krise notwendiger denn je. Allein in Hamburg sind mehr als 100.000 Beschäftigte auf Kurzarbeit gesetzt und erhalten meist nur noch 60 bzw. 67 Prozent vom Netto. Das reicht angesichts hoher Mieten und Lebenshaltungskosten hinten und vorne nicht, sondern treibt Beschäftigte in die Verschuldung. Hinzu kommt, dass viele Lohnabhängige, die als Solo-Selbständige, Honorarkräfte, Leiharbeiter*innen, Minijobber*innen oder Werkverträgler tätig sind, von den bisherigen Maßnahmen kaum abgesichert werden.

Wir LINKE fordern, dass die Kosten der Krise nicht auf die Lohnabhängigen abgewälzt werden dürfen, sondern von jenen getragen werden müssen, die in den vergangenen Jahren hohe Profite gemacht und riesige Vermögen angehäuft haben. Wir fordern die Anhebung des Kurzarbeitergeldes auf 90 Prozent vom Netto und umfassende Unterstützungsmaßnahmen für bisher kaum oder gar nicht bedachte Beschäftigtengruppen und Selbständige.

Diese Forderungen wollen wir – unter Wahrung des Infektionsschutzes – auch auf die Straße tragen. Wir rufen euch deshalb dazu auf, euch in kleinen Gruppen, unter Wahrung des notwendigen Abstands zusammenzufinden und euch an dezentralen Aktionen zu beteiligen. In Altona, Eimsbüttel, Wandsbek, Harburg und Hamburg-Nord sind wir am 1. Mai auch auf der Straße. Wer das mitmachen möchte wendet sich direkt an seinen jeweiligen Bezirksvorstand.

Beteiligt ich euch aber auch an den Online und Nachbarschaftsaktionen der LINKEN. Lasst uns unsere Forderungen im öffentlichen Raum sichtbar machen. Es geht nicht darum, möglichst viele Menschen auf einen Raum zu mobilisieren, sondern lieber mit weniger Menschen dezentral an möglichst vielen Stellen sichtbar zu sein. Wichtig ist uns dabei, jedes gesundheitliche Risiko für die Beteiligten auszuschließen und die Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten! Ihr findet hier eine Kopiervorlagen für Flyer und Plakate zum Verteilen und Aushängen in der Nachbarschaft, SharePIcs für eure Socialmedia Accounts (Facebook, Instagram und Twitter).

Und last but not least: Vernetzt  euch mit eurer Gewerkschaft. Alle Infos zum 1. Mai 2020 aus Gewerkschaftssicht findet ihr auf der Website des DGB Hamburg.

DIE LINKE  Hamburg / 27.04.2020

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