11.9 C
Hamburg
Dienstag, Mai 11, 2021
StartGesundheitBundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)

log

Investitionsförderprogramme für energieeffizientes Bauen und Sanieren stützen die Konjunktur

Mit Beginn des Jahres 2020 hat die Bundesregierung ihre Förderprogramme für erneuerbare Energien und Energieeffizienz im Gebäudesektor deutlich verbessert. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat damit einen wichtigen Teil der Beschlüsse des Klimakabinetts umgesetzt. Zugleich werden durch diese Förderung Investitionen in Milliardenhöhe in Deutschland ermöglicht. Die stark gestiegenen Antragszahlen dieser Programme im ersten Quartal 2020 zeigen nun sehr deutlich: Die Programme leisten nicht nur einen zentralen Beitrag für Klimaschutz in Deutschland, sie stützen auch maßgeblich die Konjunktur. Davon profitieren insbesondere auch mittelständische Handwerksbetriebe.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier: „Mit der Umsetzung der Beschlüsse des Klimakabinetts in der Gebäudeförderung haben wir in Deutschland eine Investitionswelle ausgelöst, die ganz konkret im Handwerk vor Ort ankommt. Das ist gerade jetzt in Zeiten der Corona-Krise ein positives und wichtiges Signal! Und es zeigt zugleich, dass wir mit der Energiewende nicht nur saubere Technologien nach vorn bringen, sondern auch ganz konkret Wertschöpfung und Beschäftigung vor Ort stärken.“

Die nach Vorgabe des Klimakabinetts verbesserten Konditionen in den Förderprogrammen für energieeffizientes Bauen und Sanieren (EBS-Programme) zahlen sich aus: Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Förderzahlen im ersten Quartal 2020 deutlich gesteigert: Für die Errichtung oder den Ersterwerb eines Effizienzhauses wurden in den Monaten Januar bis März bereits 18.800 Anträge bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gestellt. Diese setzt die Förderung im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums um. Auch bei energieeffizienten Sanierungen (zum Beispiel durch den Einbau neuer Fenster, die Dämmung einzelner Gebäudeteile oder Komplettsanierungen) zeigen die verbesserten Konditionen Wirkung: Über 26.500 Anträge wurden allein im ersten Quartal in diesem Segment gestellt.

Dr. Ingrid Hengster, Mitglied des KfW-Vorstandes: „Wir stellen fest, dass unser Programm „Energieeffizient Bauen und Sanieren“ momentan – trotz der Corona-Krise – stark nachgefragt wird. Allein in den ersten drei Monaten des Jahres haben wir rund 110.000 energieeffiziente Wohneinheiten mit einem Zusagevolumen von rund 5 Milliarden Euro gefördert. Das sind alles wichtige Impulse, sowohl für den Klimaschutz als auch für den Arbeitsmarkt in Deutschland.“

Auch das novellierte Marktanreizprogramm für Wärme aus erneuerbaren Energien (MAP) ist ein großer Erfolg des Klimakabinetts. Seitdem die Förderanreize im Januar 2020 deutlich verstärkt wurden, sind Investitionen in klimafreundliche Heizungen stark gestiegen: Im ersten Quartal 2020 wurden 47.500 Förderanträge gestellt. Dies entspricht einer Steigerung von über 150 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Insbesondere die neu eingeführte Austauschprämie für Ölheizungen wird stark nachgefragt. Sie wird fast bei der Hälfte der gestellten Anträge mitbeantragt. Anträge können online und beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt werden.

Torsten Safarik, Präsident des BAFA, betont: „Wegen der Corona-Krise wird das BAFA ganz besonders auf schnelle und unbürokratische Verfahren achten, denn jeder erfolgreiche Antrag bedeutet einen Auftrag für einen Handwerker vor Ort.“

Insgesamt 92.800 Förderanträge wurden damit allein im ersten Quartal 2020 in den genannten Förderprogrammen gestellt für die Förderung von Investitionen im Gebäudebereich in Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Deutlich mehr als im Vorjahreszeitraum. Damit leisten die Förderprogramme einen immer größeren und wichtigeren Beitrag zur Stabilisierung der Konjunktur in Deutschland und können helfen, die wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie zu mindern.

Minister Altmaier und VDA-Präsidentin Müller würdigen Einsatz der Automobilindustrie in Corona-Krise

Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Peter Altmaier, hat heute mit der Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller, ein Videogespräch über den Beitrag der Automobilwirtschaft zum Gesundheitsschutz in der Corona-Krise geführt. Zahlreiche Unternehmen der deutschen Automobilindustrie engagieren sich derzeit durch Produktionsumstellungen, Beschaffung von medizinischen Schutzausrüstungen sowie durch Sach- und Geldspenden.

Bundeswirtschaftsminister Altmaier: „Dass sich Unternehmen durch Spenden, Freistellung medizinischen Personals für öffentliche Einsätze und flexible Umstellung der Produktion engagieren, ist ein wichtiger Beitrag in der aktuell schwierigen Lage. Gemeinsam tragen wir eine große Verantwortung für die Bewältigung der Krise. Ein solidarisches Miteinander in der Gesellschaft als Ganzes, aber auch zwischen einzelnen Unternehmen, ist hierfür von zentraler Bedeutung.“

„Die deutsche Automobilindustrie steht durch die Corona-Krise vor einer beispiellosen Herausforderung. Unsere Mitgliedsunternehmen sind sehr engagiert dabei, diese Krise zu meistern und zugleich einen Beitrag für die Gesellschaft und den Gesundheitsschutz zu leisten“, sagte VDA-Präsidentin Hildegard Müller. „Mein Dank gilt den Unternehmen, die entsprechende Ausrüstung spenden, finanzielle Mittel den Helfern zur Verfügung stellen oder kurzfristig begonnen haben, Komponenten für medizinische Geräte oder Atemschutzmasken herstellen. Mein Lob richtet sich auch an die Politik, die schnell und zielgerichtet auf die gegenwärtige Krise reagiert hat.“

Bundesminister Altmaier spricht mit polnischen Amtskollegen zu Auswirkungen und Maßnahmen der Wirtschafts- und Energiepolitik im Kontext der Covid-19-Pandemie

Bundeswirtschaftsminister Altmaier tauschte sich heute in zwei Telefonschaltkonferenzen mit der polnischen Ministerin für wirtschaftliche Entwicklung Jadwiga Emilewicz und dem polnischen Minister für Klima Michal Kurtyka zu wirtschafts- und energiepolitischen Maßnahmen und Kooperation beider Länder in der Europäischen Union im Kontext der Covid-19-Pandemie aus.

Bundesminister Altmaier: „Covid-19 stellt unsere Volkswirtschaften vor erhebliche Herausforderungen. In diesen schwierigen Zeiten ist es umso wichtiger, dass wir als europäische Nachbarn eng zusammenstehen und solidarisch sind. Gemeinsam müssen wir – trotz aktueller Einschränkungen durch Grenzkontrollen – den Europäischen Binnenmarkt bestmöglich intakt und Lieferketten aufrecht erhalten, um negative Auswirkungen auf unsere Wirtschaftssysteme zu reduzieren. Bei der Bewältigung der Krise wird der europäischen Industrie eine zentrale Rolle zukommen. Wir werden massive Investitionen brauchen, um unsere Industrien hierbei zu unterstützen. Umso wichtiger war es mir, mich heute mit meiner polnischen Amtskollegin und meinem polnischen Amtskollegen über die gemeinsamen Herausforderungen und ein koordiniertes Vorgehen in der EU auszutauschen.“

Deutschland ist mit Abstand wichtigster Handelspartner Polens. Das bilaterale Handelsvolumen umfasste im Jahr 2019 ca. 123,5 Milliarden €. Polen liegt damit auf Rang 6 der Handelspartner Deutschlands, noch vor Großbritannien. Das Handelsvolumen teilt sich auf in 65,83 Milliarden € Exporte und 57,67 Milliarden € Importe.

07.04.2020

Anzeigen

-Advertisment -spot_img
spot_img
spot_img
spot_img
spot_img
spot_img
spot_img

Most Popular