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Montag, Juni 21, 2021
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Iran und Libanon: Reise- und Sicherheitshinweise

aaIran:

Nach offiziellen Angaben liegen in Iran keine bestätigten Fälle einer Coronavirus-Infektion vor, es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass es Fälle von Infektionen gibt, die nicht offiziell vermeldet wurden. Aktuell werden keine Direktflüge mehr von und nach China durchgeführt. An allen Grenzübergängen einschließlich internationaler Flughäfen finden Kontrollen zur gesundheitlichen Überprüfung aller aus Ostasien einreisenden Passagiere statt.  Im Falle eines Infektionsverdachts muss mit weiteren Vorsorgemaßnahmen des Iranischen Gesundheitsministeriums (Quarantäne) gerechnet werden. Eine Einreisesperre für Personen, die in den letzten 14 Tagen vor Einreise in Iran eine Reise nach China unternommen haben, befindet sich in der Diskussion.

  • Beobachten Sie die Lage aufmerksam und kontaktieren Sie ggf. die zuständige iranische Auslandsvertretung vor Reiseantritt.

Nach dem Tod des iranischen Generals Qassem Soleimani bei einem US-Luftangriff in Bagdad am 3. Januar 2020 und einem iranischen Raketenangriff auf Militärstützpunkte im Irak am 8. Januar 2020 bleibt die Sicherheitslage volatil.
Mit weiteren Protesten, die eskalieren und harte Gegenmaßnahmen der Sicherheitskräfte nach sich ziehen können, muss weiterhin gerechnet werden. Dabei können auch Ausländer in Mitleidenschaft gezogen werden. Insbesondere in der Zeit um den iranischen Revolutionsfeiertag am 11. Februar  sowie im Vorfeld der Parlamentswahlen am 21. Februar 2020 ist mit Kundgebungen zu rechnen.
Es kann grundsätzlich plötzlich zu Beschränkungen des Internetzugangs sowie des Zugangs zu westlichen sozialen Medien kommen. Auch Telefonnetze und SMS-Funktionen können zeitweilig unterbrochen sein. Einschränkungen in der Benzinversorgung sind möglich.
Infolge des Flugzeugabsturzes am 8. Januar 2020 gibt es andauernde Einschränkungen im Flugverkehr.

  • Verschieben Sie nach Möglichkeit nicht erforderliche Reisen nach Iran und wägen Sie sorgfältig ab, ob Sie bereits angetretene Reisen wie geplant fortsetzen.
  • Seien Sie bei Aufenthalten in Iran derzeit besonders vorsichtig.
  • Halten Sie sich von Protesten und Kundgebungen fern und meiden Sie größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Machen Sie keine Film- oder Tonaufnahmen von Demonstrationen und dem Umfeld, von Polizisten/Sicherheitskräften und öffentlichen Gebäuden. Dies kann als Spionagetätigkeit gewertet werden. Unterlassen Sie auch Filmaufnahmen mit ständig laufenden Aufnahmegeräten wie z.B. Sportkameras, um versehentliche Aufnahmen von sensiblen Bereichen zu vermeiden.
  • Äußern Sie Ihre politische Meinung nicht vor Ihnen Unbekannten und neuen Bekannten.
  • Verfolgen Sie während Ihres Aufenthalts aufmerksam die aktuelle politische Lage.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien oder in Ihrer Unterkunft über aktuelle Entwicklungen.
  • Prüfen Sie Änderungen im Flugplan im Kontakt mit Ihrer Fluggesellschaft.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.

 

Libanon:

Die Sicherheitslage  in der Region ist nach dem Tod des iranischen Generals Qassem Soleimani bei einem US-Luftangriff in Bagdad am 3. Januar 2020 volatiler geworden und kann sich weiterhin sehr schnell verändern.

  • Seien Sie bei Reisen in die Region besonders aufmerksam.
  • Halten Sie sich über die aktuellen Entwicklungen und diese Reise- und Sicherheitshinweise informiert.

Seit Oktober 2019 kommt es landesweit immer wieder zu aufflammenden Protesten, Streiks und Straßenblockaden. Die anfänglich überwiegend friedlichen Proteste werden zunehmend von gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Gruppen von Demonstranten und Sicherheitskräften überschattet. Es kam zuletzt zu Ausschreitungen im Stadtzentrum Beiruts in der Nähe des Parlaments mit einer Vielzahl an Verletzten sowie zu Vandalismus und vereinzelten Fällen von Plünderungen. Banken, Schulen und Ämter haben derzeit, wenn auch teils eingeschränkt, geöffnet. Im Zuge der Regierungsbildung muss mit weiteren Protesten gerechnet werden.

  • Verfolgen Sie die lokalen und sozialen Medien aufmerksam.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Vermeiden Sie möglichst Reisen im Land, insbesondere von und nach Beirut.
  • Versuchen Sie nicht Straßensperren zu durchbrechen oder sich in deren Umfeld aufzuhalten.
  • Folgen Sie unbedingt den Anweisungen der Sicherheitskräfte.

19.02.2020

Auswärtiges Amt

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