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Donnerstag, Juni 17, 2021
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Der rechte Terror und die Proteste

In Betroffenheit nach dem Terror in Hanau erklärt Katja Kipping, Vorsitzende der Partei DIE LINKE:

Unsere Gedanken sind bei den Opfern, Verletzten, Angehörigen und bei all jenen, die nun Angst vor weiterem rassistischem Terror haben. Der rassistische Terror in Hanau führt uns wieder vor Augen, wie schnell aus Worten Taten werden können. Taten wie diese sind kein Unfall. Sie werden angefeuert von rechter Hetze, die Menschenverachtung predigt und Hass auf Sündenböcke schürt. Wir alle stehen in der Pflicht gegenüber denen, die nun Angst vor weiteren rassistischen Angriffen haben. Wir müssen deutlich machen: Ihr seid nicht allein. Wir stehen an eurer Seite.

Zu Recht ist in den vergangenen Monaten über das Problem der militanten rechten Netzwerke gesprochen worden. Die Tat in Hanau ruft uns nun wieder in Erinnerung, dass auch der unorganisierte rechte Sumpf ein bedrohliches Gewaltpotential hat. Die wirren, paranoiden und hasserfüllten Gedanken des rassistischen Täters fügen sich ein in eine Gedankenwelt, die von erschreckend vielen in der militanten rechten Szene ganz ähnlich geteilt wird. Diese Gedankenwelt gedeiht nicht nur in militanten Kameradschaften, sondern auch in Internetforen und überall da, wo rassistische, menschenverachtende Sprüche unwidersprochen bleiben.

Wenn wir Taten wie diese verhindern wollen, müssen wir den rechten menschenfeindlichen Diskursen überall entgegentreten. Und wir müssen deutlich machen, dass die Brandmauer gegen Rechts auf keinen Fall eingerissen werden darf, von niemandem. Keine Normalisierung von Faschisten in Parlamenten, kein Hinterherlaufen hinter rechtem Populismus.

dl
Deutscher Gewerkschaftsbund Bundesvorstand : „Unsere Gedanken sind bei den Opfern von Hanau“ – DGB stellt sich dem rechten Terror entgegen
Im hessischen Hanau sind zehn Menschen bei einer rassistisch motivierten Gewalttat ums Leben gekommen. Auch der mutmaßliche Täter ist tot. Der Generalbundesanwalt ermittelt wegen Terrorverdacht.

„Unsere Gedanken sind bei den Opfern von Hanau und ihren Angehörigen“, sagt der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann. „Wir sind entsetzt über den rechten Terror, der unser Land immer häufiger erschüttert. Wir stehen gemeinsam mit unseren Kolleginnen und Kollegen aller Nationalitäten und Glaubensgemeinschaften für eine weltoffene und friedliche Gesellschaft. Wir werden uns den Feinden unserer Demokratie mit aller Kraft entgegenstellen.“

SPD / Saskia Esken und Lars Klingbeil rufen zu Mahnwache am Brandenburger Tor auf
Nach dem rechten Terroranschlag in Hanau ruft die SPD zu einer Mahnwache auf. Die Parteivorsitzende Saskia Esken und Generalsekretär Lars Klingbeil werden heute Abend am Brandenburger Tor sein und zusammen mit einem breiten Bündnis den Opfern der schrecklichen Tat gedenken. „Wir müssen gemeinsam ein Zeichen setzen und deutlich machen, dass wir den Hetzern und rechten Terroristen nicht unser Land überlassen“, erklärt Klingbeil vorab.

Die Mahnwache findet statt am Brandenburger Tor in Berlin, HEUTE, am Donnerstag, 20. Februar 2020, um 18 Uhr.

Grünen Hamburg / Heutige Wahlkampfveranstaltung wird abgesagtnach dem mutmaßlich rechtsextremistischen Anschlag in Hanau haben die Hamburger GRÜNEN beschlossen, die für heute Abend geplante Wahlkampfveranstaltung „Robert Habeck kommt. Auf’n Schnack mit Katharina Fegebank“ abzusagen. Wir rufen stattdessen die Hamburgerinnen und Hamburger zur Teilnahme an der Kundgebung zum Gedenken an die Anschlagsopfer um 16.30 Uhr auf dem Rathausmarkt auf. Katharina Fegebank und Robert Habeck werden vor Ort sein.

20.02.2020

 

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