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Mittwoch, Mai 12, 2021
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70. Berlinale-Jubiläum –Kulturstaatsministerin Grütters: „Vielstimmige Demonstration gegen Abschottung und Ausgrenzung!“

Vom 20. Februar bis 1. März laden die 70. Internationalen Filmfestspiele Berlin wieder Kinofans und Filmschaffende aus aller Welt ein. Die Berlinale gilt weltweit als eines der bedeutendsten Festivals der Filmbranche.

70.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters erklärte vorab: „Auf den Trümmern einer menschenverachtenden Diktatur gegründet und nach Ende des Kalten Krieges im Triumph der Freiheit über Unfreiheit gereift: So strahlt die Berlinale als ‚Schaufenster der freien Welt‘ bis heute in die Welt hinaus! Wir dürfen uns auf ein künstlerisch vielseitiges Programm freuen, das dem Ruf der Berlinale als ein dezidiert politisches Filmfestival alle Ehre macht. Uns Fremdes vertraut machen, Verständnis wecken über alle Gräben und Grenzen hinweg – das kann großes Kino, und dafür steht die Berlinale.“

Die Staatsministerin dankte ausdrücklich der neuen Festivalleitung, Mariette Rissenbeek und Carlo Chatrian, dafür, dass sie die „notwendigen Konsequenzen aus den neuen Erkenntnissen über Alfred Bauer gezogen und die gründliche Aufarbeitung seiner NS-Vergangenheit auf den Weg gebracht haben“. „Wie wichtig Aufklärung ist und wie bedeutsam und aktuell die Lehren sind, die wir aus der Vergangenheit ziehen, liegt angesichts rechtsextremistischen Terrors in Deutschland auf der Hand. Nie wieder sollten Jüdinnen und Juden in Deutschland um ihr Leben fürchten müssen. Nie wieder sollte, wer eine freiheitliche und demokratische Haltung zeigt, mit Gewalt rechnen müssen. Die Wirklichkeit sieht anders aus: nicht zuletzt, weil neue politische Kräfte nationalsozialistische Verbrechen relativieren und mit Hetzparolen Ressentiments schüren. Niemals darf es eine wie auch immer geartete, politische Zusammenarbeit mit diesen rassistischen und völkischen Kräften geben.“, betonte Grütters.

Die Kulturstaatsministerin weiter: „Die Berlinale war es, die den Kräften freier Filmkunst als vielstimmige Demonstration gegen Abschottung und Ausgrenzung von Anfang an ein riesiges Publikum bescherte. Genau deshalb verdient die Berlinale zu ihrem 70. Geburtstag einen glanzvollen Auftritt.“

340 Filme aus 71 Produktionsländern stehen in diesem Jubiläumsjahr auf dem Programm. Neu ist die Wettbewerbssparte „Encounters“, die sich vor allem neuen filmischen Visionen widmet. Im Wettbewerb um den Goldenen und die Silbernen Bären treten 18 Filme an. Dazu gehören mit dem Liebesdrama „Undine“ von Christian Petzold und Burhan Qurbanis Neuverfilmung von „Berlin Alexanderplatz“ auch zwei Filme aus deutscher Produktion.

Die Berlinale ist mit rund 330.000 verkauften Eintrittskarten weltweit das größte Publikumsfestival. Mit dem European Film Market ist sie gleichzeitig einer der bedeutendsten Branchentreffs der Filmindustrie und wichtiger internationaler Handelsplatz für Produzenten, Verleiher, Filmeinkäufer und Agenten.

Die Internationalen Festspiele Berlin gehören zu den Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH. Aus dem Etat der Kulturstaatsministerin stehen für die Berlinale 2020 rund 10,4 Millionen Euro zur Verfügung. Darin enthalten ist eine Sonderförderung in Höhe von 200.000 Euro für das 70. Jubiläum.  Insgesamt sind das 2,2 Millionen Euro mehr als im vergangenen Jahr.

 

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