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In den Tod in der Fremde

ALMANYALILAR – Wer weiß was für Zukunftspläne die Familie Şawri in ihren Herzen und Köpfen hatten als sie Unterwegs in Belgien waren. Ein besseres Leben, eine Zukunft ohne Krieg, dass ihre Kinder in dem demokratisch freien Europa aufwachsen. Mehr Essen, Geld und liebevolle Menschen gehörten vielleicht dazu. Als sie aber am 16.05.2018 auf der Autobahn E-42 in der Nähe der belgischen Stadt Namur in einem kleinen Bus von der belgischen Polizei gestoppt wurden – im Minibus waren 26 Personen darunter 4 Kinder, gab der Fahrer Gas und versuchte zu fliehen. So lauten die Polizeiangaben.

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Nach 70 Kilometern Entfernung gelang es der Polizei in der Stadt Mons den Wagen zu stoppen. Allerdings nur, weil sie wie wild angefangen hatten zu feuern. Nachdem der Wagen gestoppt wurde, wurde festgestellt, dass sich unter den 30 Flüchtlingen die 2jährige Mawda Şawri im Kofferraum befand und durch das Feuer der Polizei ermordet wurde. Der Oberstaatsanwalt von Mons Ignacio de la Serna beschuldigt den Polizisten, der das Kind erschossen hat. Der Täter wird wegen der Verletzung des Strafrechts §418 angeklagt. Laut dem Staatsanwalt bestätigen die Expertenberichte und Zeugenaussagen das Fehlverhalten des Polizeibeamten. Beim Prozess gestand der Beamter, dass es keine Absicht sondern ein Unfall gewesen sei, um das fliehende Auto zu stoppen habe er seine Waffe abgefeuert. Der Prozess wurde vertagt und der Beamte wird ohne Verhaftung weiterhin angeklagt. Der Busfahrer und eine andere Person befinden sich wegen Menschenhandel immer noch unter Haft.

07.02.2020

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