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Freitag, September 25, 2020
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Erdogan amnestiert einen Mörder des Sivas Massakers

ALMANYALILAR – Am 2. Juli 1993 fand in Sivas ein Massaker bzw. staatlich geduldetes Pogrom statt. Die Radikal-Islamisten waren unter der Beobachtung der türkischen Polizei und der Soldaten für über 10 Stunden in einem Hotel, in welchem sie die Intellektuellen, Künstler, Schriftsteller, Dichter, und Tänzer angriffen, die sich dort aufhielten. Das Pogrom, wobei 35 Menschen ihre Leben verloren, wurde damals landesweit Live in vielen Fernsehkanälen übertragen. Bei den späteren Ermittlungen kam raus, dass etliche Täter ins Ausland flohen. Darunter kamen 9 Täter durch die umstrittene Hilfe der DITIB nach Deutschland und genossen hier unter uns das Asylrecht der Menschheit. Die Versuche und Mühe diese Täter hier zu bestrafen scheiterten. Von den Tätern wurden 8 in der Türkei von der AKP Partei in das türkische Parlament als Abgeordnete eingetragen.

sivas

Vor ein paar Tagen amnestierte der türkische Präsident Erdogan einen dieser Täter, Ahmet Turan Kılıç, welcher mit der Hinrichtung bestraft wurde, nach dem Verbot der Hinrichtung als Lebenslänglicher seine Strafe büßen musste und seit 26 Jahren in Haft saß, wegen seinen gesundheitlichen Problemen. Die Amnestie des 86-Jährigen verursachte eine große Empörung vieler Menschenrechtsorganisationen und Vertreter der alevitischen Gemeinde. Alle Protestler dieser Entscheidung sagen das Gleiche, die Strafe gegen Menschlichkeit darf nicht verjährt und verziehen werden. Außerdem hinterfragen sie, warum viele der hilfsbedürftigen Menschen welche unter ähnlichen Umständen in den türkischen Gefängnissen leben, nicht amnestiert werden, aber ausgerechnet so ein Typ freigelassen wird. Wie das Massaker selbst wurden auch die Ermittlungsverfahren, Gerichtsverhandlungen, der ganze Ablauf der Prozesse in der Öffentlichkeit immer wieder umstritten und Gerechtigkeit hat nie stattgefunden. Als das Verfahren endgültig für kurze Zeit abgeschlossen wurde, begrüßte Erdogan die Entscheidung des Gericht mit „alles Gute”. Weil die Täter Murat Karataş, Eren Ceylan und Murat Sonkur noch nicht gefasst worden sind, setzt Sivas den Prozess in Ankara am 18.03.2020 fort. Laut türkischen Menschenrechtsvereinen befinden sich 1154 hilfsbedürftige Gefangene in Haft, von denen 402 unter sehr schlechten Gesundheitsprobleme leiden und alle entlassen werden müssten. Etwa 800 Kinder wachsen in Gefängnissen auf. Über 2000 Gefangene sind derzeit über 70 Jahre alt.

02.02.2020

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