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In der Türkei werden die Presseausweise von kritischen Medien annulliert

ALMANYALILAR – Die zuständige Behörde für die Presseausweise ist das Amt des Staatspräsidenten nämlich Tayyip Erdogan, mit genauerer Bezeichnung die Generaldirektion für Presse, Publikation und Information. Wie der Präsident Erdogan und seine AKP Regierung mit den Journalist*innen umgeht, ist schon weltbekannt. Laut offiziellen Angaben sind 170 Journalist*innen in der Türkei in Haft. 10000 sind arbeitslos. Die Türkei befindet sich auf der Liste der Pressefreiheit auf dem 157. Platz von insgesamt 180 Ländern. 95 Prozent der gesamten Medien wurden durch Erdogans Palast unter strenger Kontrolle gleichgeschaltet. Man kann von üblicher Pressefreiheit wie wir sie in Deutschland kennen, nicht reden.

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Die Medien, welche sie nicht kaufen können, werden mit scheinheiligen Prozessen und den laizistischen Cumhuriyet und Sözcü wegen heimlicher Zusammenarbeit der verbotenen Gülen Bewegung zur Strecke gebracht oder mundtot gemacht. Zahlreiche Journalist*innen werden in solchen Gerichten angeklagt ja sogar bestraft. Am meisten davon betroffen ist die kurdische Presse. Nun sind die Opfer die Journalist*innen aus der Tageszeitungen „Evrensel“ und „BirGün“. Seit dem Anfang des Jahres werden die (bis jetzt bekannt 26) Presseausweise von den Journalist*innen beider Zeitungen systematisch annulliert. Unter den Betroffenen befinden sich auch die Nachrichtenchefs, Ressortleiter und Chefredakteure, welche seit 50-60 Jahren als Journalisten tätig sind. In den letzten fünf Jahren sollen 3804 Presseausweise von dem genannten Amt annulliert worden sein.

27.01.2019

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