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Dienstag, Mai 11, 2021
StartVideoVor Irmela ist kein Hakenkreuz sicher! Seniorin übersprüht Nazi-Graffitis

Vor Irmela ist kein Hakenkreuz sicher! Seniorin übersprüht Nazi-Graffitis

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Ihr entgeht keine Schmiererei: Irmela-Mensah Schramm aus Berlin übersprüht rechtsextreme Symbole und Parolen, wo immer sie welche sieht. Sie wird dafür geehrt, aber auch bestraft.

„Wieder ein Hakenkreuz weniger, das ist für mich eine Genugtuung“, sagt Irmela Mensah-Schramm, nachdem sie gerade ein Hakenkreuz mit einem Herz übersprüht hat. Seit mehr als 30 Jahren ist die 73-jährige Berlinerin aktiv, entfernt oder übersprüht Graffiti und kratzt Aufkleber ab – aus Überzeugung. „Ich will mich nicht einreihen in Gruppe der Weggucker“, sagt sie.

Für ihr Engagement wird sie immer wieder ausgezeichnet, zuletzt im Sommer mit einem Preis für Zivilcourage – doch sie wird dafür auch bestraft, vom Amtsgericht Eisenach wegen Sachbeschädigung. Eine Geldstrafe von 1050 Euro soll sie zahlen. Doch Irmela Mensah-Schramm weigert sich. „Ich habe Berufung eingelegt. Notfalls gehe ich ins Gefängnis, ich hatte schon lange keinen Urlaub mehr“, sagt sie kampfbereit.

Konkret geht es darum: In Eisenach macht Irmela Mensah-Schramm aus „NS-Zone“ eine „Herz“-Zone. Irgendjemand fotografiert sie und meldet es der Polizei. Am Ende steht die Geldstrafe.
Das Amtsgericht Eisenach äußert sich schriftlich: „Frau Mensah-Schramm hat keine Parolen entfernt. Sie hat Parolen übersprüht. Auch dies erfüllt den Tatbestand der Sachbeschädigung. … Der ,moralische Hintergrund‘ der Tat wurde anerkannt und floss in die Strafzumessung ein.“

Sachbeschädigung oder Zivilcourage , oder beides? Das Gericht hat angeboten, das Verfahren gegen eine Geldauflage einzustellen – Irmela Mensah-Schramm lehnt ab. Klein beigeben, sagt sie, will sie nicht.

https://www.ZDFheute.de, YouTube

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