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Montag, Mai 10, 2021
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Roman: Unterwegs (7)

Roman: Unterwegs (7)

Warum sollten die Kinder, die irgendwann selbst erwachsen werden, nach einem bestimmten Alter nicht verantwortlich für ihre eigenen Eltern sein? Hatten denn die Eltern nicht die Haftung für sie, als sie Kinder waren? Warum empfinden Menschen solche Geschehnisse als willkürlich, gleichgültig mit einem Schulterzucken? Sollte man darüber nicht in der Familie, Schule, Gemeinde, beim Gottesdienst, in der Nachbarschaft, auf Veranstaltungen, in Fernsehprogrammen und Internetforen reden? Was spreche dagegen, dieses Thema zu bearbeiten, um uns alle mehr dafür zu sensibilisieren? Warum sollte es so ein, dass wir dafür unfähige Politiker oder Lügenblätter benötigen? Sind wir modernen Menschen schon alle so armselig und nicht allein dazu in der Lage, dagegen etwas zu unternehmen? Sind wir Stadtmenschen so versaut und so sehr am Leben vorbeigezogen, dass uns die eigentlich notwendige, dazugehörige, normale Lebensweise fremd geworden ist? Ist ein solches Scheitern bestimmter Einzelpersonen nicht unser kollektives Scheitern? Warum die Einsamkeit propagieren – anstatt sie zu bekämpfen? Eigentlich dürfe in einer heutigen Millionenmetropole niemand ein so tragisches Ende finden. Wie es euch dabei gehe, weiß Julian nicht. Dennoch fühlt er sich schuldig an dem Tod dieses einen einsamen alten Menschen, dem er vielleicht nie begegnet ist. So ein Ende verdient niemand auf dieser Erde, in unserer Zeit.

 

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