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Die Einwandererliteratur

Die Einwandererliteratur

Seit kurzem wurde bekannt, dass die Einwanderer seit 50 Jahren in diesem Land leben. An dem Tag lautete die Tagesordnung feiern, diskutieren und sich mehr oder weniger zufriedenstellend damit beschäftigen. Von A bis Z wurden alle erdenklichen Aspekte für, gegen und über Einwanderer debattiert, in allen Dimensionen und mit allen Bedeutungen tiefsinnig besprochen, doch sind sie schon längst wieder vergessen worden. Denn in diesem Zirkus kam kein einziger Mensch auf die Idee, das Thema auch von der literarischen Front aus zu betrachten und zu behandeln. War es überhaupt notwendig dies zu tun? Wenn Sie mich fragen, ja! Warum?

In diesen 50 Jahren haben nicht nur dieses Land, sondern auch die Einwanderer etliche Prozesse, Entwicklungen, Rückschritte, Neuigkeiten und Wiederholungen erlebt und hinter sich gelassen. Es war vorauszusehen, dass es ausgerechnet in Hamburg die ersten Beispiele der Einwandererliteratur geben musste. Nicht nur weil diese Stadt eine Hansestadt ist, sondern auch wegen ihrer historischen Wurzeln, die sich an der Offenheit ihrer Tore lehnen. Also war und ist Hamburg immer noch kosmopolitisch. Was für ein Glück, oder nicht?

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Wenn wir die Autoren aus anderen Bundesländern und Städten Deutschlands weglassen, bleiben allein in Hamburg und der Umgebung über vierzig Autoren aus der Türkei, die jetzt hier leben. Wie viele anderer Einwandererautoren bundesweit leben weiß keiner so genau. Die Gemeinsamkeiten all dieser Autoren ist, dass sie Literatur machen: Sie schreiben Erzählungen, dichten aussagekräftige Poesie, schreiben Tagebücher, Autobiographien, Erinnerungen auf und bringen ihre eigenen Erlebnisse und Gedanken in Romane, Essays, Artikel und Kritiken. Es ist kein Zufall, das man hier von hoch politisch motivierten Themen bis zu amüsanten hochkarätigen Erzählungen bzw. Unterhaltungen stößt. Wann die Einwanderer als erstes in dieser Stadt eintrafen, ist heute nicht mehr so wichtig. Wichtig ist mittlerweile nur, dass ihre dritte bzw. vierte Generation hier aufwächst und unter uns lebt, mancher mit seiner Mutter- und mancher mit der deutschen Sprache.

Die Literatur ist ein Lebensweg, ein kulturelles Bedürfnis, eine Bemühung den Alltag zu verschönern, die auch als eine ehrenamtliche und einseitige Liebe bezeichnet werden kann. Es ist der Hunger nach Schönheit, nach Erzählungen oder nach Prosa aus der Vergangenheit. Diese verschiedenen Beschreibungen passen auch zu den Definitionen der Einwanderer. In diesen 50 Jahren kamen die unterschiedlichsten Menschen in die verschiedensten Kreise dieser Stadt. Dennoch gibt es keine konkreten Belege dafür, wer diesen Autoren Gehör schenkt, wer deren Werke kauft oder über sie spricht. Sie sind für ihre heimatländischen Literaturszene bedeutungslos, haben kaum Gewicht und keine starken Unterstützer. Hier auf deutschem Boden ist es auch egal was oder wie sie schreiben. Sie gehören der Leidkultur an und haben mit der Leitkultur nichts zu tun. Weil sie weder auf Deutsch schreiben, noch auf Deutsch denken. Sie machen eine Literatur, doch die ist in ihrer eigenen Muttersprache. Wen sollte das wohl bitte interessieren?

Jetzt fragt man sich was eigentlich der Unterschied zwischen Einheimischen- und Einwandererliteratur ist? Eigentlich gar nichts! Im Grunde genommen wird in beiden bzw. allen Sorten der Literatur nur noch erzählt. Der Leser wird unterhalten, manchmal belehrt, auf etwas aufmerksam gemacht, teilweise informiert oder sensibilisiert. Ein „Aha!“ Effekt wird ins Leben gerufen. Der Spaß- oder Dramakonsument will zum Lachen aber manchmal auch zum Heulen oder Denken gebracht werden. Egal mit und in welcher Sprache dieses stattfindet, ist doch eigentlich irrelevant. Die Literatur versucht weltweit das gleiche, nämlich das Unterhalten. Warum sollte wer etwas dagegen haben? Kann mir jemand eine vernünftige Erklärung geben, warum die Einwandererliteratur nicht kultiviert genug seien soll?

Offen gesprochen, sind in diesem halben Jahrhundert etliche Einwanderer wegen vielen Kriegen, Ermordungen, Verfolgungen, Militärputsche, Auseinandersetzungen usw. ausgewandert. So viele, Tränen, Trennungen, Leiden, Tote und Hoffnungen. Dies und noch viel mehr prägte das Unterbewusstsein der Einwanderer. Auf einer Seite kamen Menschen aus wirtschaftlichen Gründen in dieser Stadt, auf der anderen Seite waren radikale, bittere und politische Gründe an der Tagesordnung. Irgendwann war es so weit. Es kamen Journalisten aus verschiedensten Ecken, durch Familienzusammenführung oder aus beruflichen Gründen. Es kamen Dichter wegen politischen Gründen oder auch wegen hochexplosiven Gefühlskreisen. Weil so viele Familien sehr unruhig waren, mussten die Lehrer ins Land kommen, damit die Kinder ihre Muttersprache nicht vergessen. Dann kamen die Autoren, die die Literatur kennengelernt haben.

Es gab viele Versuche die die Autoren zusammenzubringen. Politische Gruppierungen fingen an, regelmäßig kulturelle Aktivitäten zu organisieren. Damit gaben sie auch der Literatur einen würdigen Platz, weil der Bedarf dort unübersehbar hoch war. Es hat natürlich ewig gedauert, bis etwas geschrieben werden konnte, weil die dafür geistige Reife und die passenden Umstände fehlten, wegen den Hintergrundgeschehnissen. Als es endlich so weit war, kamen aus allen Ecken die ersten Gedichten, Erinnerungen, Autobiographien, Kurzgeschichten, Essays, Erlebnisse, Kommentare und Glossen. Fast zeitgleich kamen auch deren Medien. Weil sie die einheimische Medienlandschaft und die Kulturkreise durch ihr kulturelles Erbe selbstverständlich ignorieren und übersehen mussten, machten diese Menschen ihre Sachen selbst.

Man darf nicht vergessen Hamburg ist die liberalste Bundesstadt im Vergleich zu Bayern oder den anderen Bundesländern. Wenn diese etlichen Einwandererautoren hier kaum zu hören sind, kann man sich die Situation in den anderen Städten gut vorstellen. Was ist hier das Hauptproblem? Ist es dieses Zeitalter, die gängige Denkweise, die konservativer Literaturszene, oder die eifrige Verteidigung der germanischen Hochkultur? Die Einwanderer wurden in die Discos nicht reingelassen, also wurden eigene Discos erfunden. Radiosender wollten von denen nichts wissen, allein in dieser Stadt senden mehr ein halbes Dutzend türkischer Radiosender ihre täglichen Programme. Auch eigene Hochzeitsfeiern, Moscheen, Vereine, Kneipen, in letzter Zeit sogar Schulen, und auch Literatur wurden eingeführt.

Wenn Menschen ignoriert werden, obwohl sie da sind und existieren, antworten diese unweigerlich mit der Selbstverteidigung. Hier geht es ums Überleben. Unter ähnlichen Entwicklungen begann die Einwandererliteratur in Deutschland fast zeitgleich auch in Hamburg. Es ist nicht nur interessant, sondern auch fragwürdig, warum sich diese Menschen statt auf Deutsch mit ihrer Muttersprache ausdrücken wollen, etwas von sich geben wollen, erzählen, eine ganz andere Welt und Bild darstellen wollen. Ein Thema, was die Literaturwissenschaftler für lange Zeit beschäftigen wird.

Es ist keine Behauptung, sondern eine Tatsache, dass allein in Hamburg zur Zeit etwa vierzig Schriftsteller aus der Türkei leben, die türkisch oder kurdisch und darunter auch gelegentlich auf deutsch schreiben. Die Frage sollte nicht lauten wofür sie schreiben, sondern worüber? Wer sind diese Menschen, was schreiben sie und vor allem worüber und wie? Welche Beweggründe haben sie dafür? Wo, wann und mit welchen Figuren und Protagonisten bauen sie ihren Erzählstrukturen auf? Was erzählen sie überhaupt, ist es etwas Neues, wovon niemand behaupten kann das er es schon kennt? Sind es ihre eigenen Lebensereignissen und Erfahrungen, oder haben sie solch eine große Phantasiewelt, aus der sie unendlich viele fiktive Geschichten frei erfinden? Ist es so wichtig ob sie die Wahrheit erzählen oder mit den Gedanken und Träume spielen?

Die Beobachtungen, Untersuchungen, Recherchen und eigenen Erfahrungen zeigten wie reich, wie fruchtbar dieser Boden für die Einwandererliteratur ist. So viele Einwandererautoren hat kein anderes Bundesland. Sie sind nur noch nicht für die Literatur organisiert. Diese benötigen zwar noch ihre Reife, aber eins muss gesagt werden: Diese Menschen schreiben für diese Stadt, aus dieser Stadt und über diese Stadt. Das macht selbstverständlich das Hamburger Kulturleben viel reicher, schöner und vielfältiger. Viele unter diese Autoren interessieren sich immer noch für die Politik in der Heimat, die sie vor 10-15 Jahren verlassen haben. Mit dem “damaligen Kopf” versuchen sie die heutiger Tagesordnung zu verstehen. In vielen Fällen gelingt es denen allerdings nicht. Doch dieser „damalige Kopf“ wird sich nach dieser Reifephase weiterentwickeln. Man wird irgendwann sehen, dass die Literatur für alle ist und nicht nur für die Hungernden oder Satten.

Hamburg ist eine sehr vielseitige Stadt. Dieses Bundesland in Deutschland sollte eigentlich verstehen wie wichtig diese Menschen für die Integration, für die moderne deutsche Literatur und für das kulturelle Leben dieses Landes sind. Seit mehr als fünfzig Jahren versuchen die Politiker, dass die Einwanderer und Einheimischen sich annähern. Können Sie irgendwelche Erfolge beobachten? Nein. Aber etwa fünf übersetzte literarische Bücher könnten alleine schon etliche falsche Bilder und so viele Vorurteile in den Köpfen der Einheimischen entfernen!

Diese Autoren leben unter miserablen, sogar unter fast unmenschlichen Umständen. Gerade die Liebe zum Schreiben und auch die Literatur erhält uns aufrecht. Andersherum sieht so ein Leben so eintönig und unerträglich aus. Wie falsch und absurd das Dasein ohne eine literarische Welt und ohne Bücher ist. Ich behaupte, dass fast in allen Bezirken der Hansestadt ein Einwandererautor lebt, der schon längst mindestens ein Buch veröffentlicht hat. Man darf sich vorstellen wie das Ganze in fünf, zehn oder zwanzig Jahren nicht nur in Hamburg, sondern bundesweit aussehen würde. Erst dann wird man anzufangen sie ernst zu nehmen, doch es ist auch ein Fragezeichen. Warum machen wir es uns so schwer, warum halten wir so viele erzählerische Köstlichkeiten von uns fern?

Gegenwärtig begegnen wir den Kulturkreis der Einwanderer in etlichen lokale Medien, die in der Zukunft für die Entwicklung der Einwandererliteratur eine große Rolle spielen werden. Es gibt in Dichterkreisen so viele Poeten, die noch nicht zusammengekommen sind, dennoch schafft es immer einer hier und da ein neues Buch jedes Jahr herauszubringen. So viele Radiosender, so viele Kulturvereine, die potentielle Leserkreise bilden. Ein Club der kurdischen Schriftsteller und Künstler, die Hamburger Literaturwerkstatt, eine Frauengruppe, die gute Kurzgeschichten schreiben kann und auch fleißig dichtet und einzelne Kämpfer, darunter meine Wenigkeit. All diese zerstreuen so viele Hoffnungen, doch es herrscht ein starker Optimismus. Denn die heutige Helligkeit und Wärme ist viel stärker als vor zwanzig Jahren.

Wir alle kommen aus verschiedenen Lebensverhältnissen. Wir haben so viele verschiedene Erfahrungen und Lebensereignisse hinter uns. Also die Eindrücke, die Erlebnisse, egal was uns in unserem oberen oder unteren Bewusstsein beschäftigt, will von uns erzählt, erklärt und rausgelassen werden. Es mag sein, dass es so eine Botschaft wie diese hier ist, oder eben eine avantgardistische Stimme. Es mag sein das es uns in eine politische Richtung lenken will. Es können aber auch lustige, lehrreiche und unterhaltsame Dingen zur Sprache bzw. zur Schrift gebracht werden. Wenn der Mensch bis zum Ende immer zum Lernen bereit ist, warum können diese Vorurteile, die Ideen oder die Behauptungen, dass man von der Einwandererliteratur nichts lernen kann und das nichts neues oder aufregendes aus ihr herauskommt existieren?

Ohne es zu merken, egal ob man etwas will oder es nicht sehen möchte, man kann was gesehen und erlebt wurde immer verdauen, was dazu führt das irgendwann das Bedürfnis aufkommt darüber zu erzählen; das ist unsere eigentliche Definition. Das ist die Hauptbeschäftigung der Einwandererliteraten. Das, zu präsentieren, was in unserem wahren Leben geschieht und wie ein Spiegel zu reflektieren oder ein Stück Fantasie in unser Erzählversteck mit einbringen, das macht uns aus. Die Beobachtungen, die Vergangenheit, die Geschehnisse, die für uns wichtig sind wiederzugeben oder noch ein Stück unserer fiktiven Welten mit einzubinden. Hier dürft ihr euch bedienen, so wird die Literatur gemacht egal wie man sie nennen möchte.

Mit der Zeit wird man sich gegenseitig besser kennenlernen und ein besserer Austausch und bessere Verkehrsmöglichkeiten werden sich ergeben, die die Autoren und die Lesern näher zusammenbringen. Alle Menschen, egal welcher Rasse, Nationalität, Sprache oder Religion sie angehören, werden sich durch die zauberhafte Kraft der Literatur ein Stück näher kommen. Ja auch in dieser Stadt. All das zu sagen ist nicht dazu gedacht politische Erwartungen zur Sprache zu bringen, oder irgendwelche Botschaften zu vermitteln um irgendwelche Absichten zu erzielen. Auch mein Zweck hat mit dieser Prophezeiung nichts zu tun. Wir sind dazu da um solche Probleme aus der Welt zu schaffen, denn die Probleme sind da um sie zu besprechen und nicht um sie unter den Teppich zu kehren.

Aus vielem machen wir selbst allerdings auch ein großes Problem. Unsere eigenen Wahrnehmungsfähigkeiten lassen wir einschränken. Uns leitet nicht die Macht der Vernunft und die logische Denkweise, stattdessen immer öfter die Gefühle, die mit Angst, Vorurteil, Unwissenheit, Denkfaulheit und Bequemlichkeit reichlich geprägt sind. Doch alle neue Entwicklungen und Fortschritte der Menschheit bekamen am Anfang die selbe Standardprozedur also die Schwierigkeiten. Was sollen wir machen, sollen wir etwa mit dem Schreiben aufhören und nicht mehr erzählen? Sprechen wir etwa mit den Wänden, Bäumen oder der Luft?

Zum Glück sind wir heute schon viel weiter als in der Phase dieser allgemeinen Schilderung. Es gibt jetzt zahlreiche Einwandererautoren, die sich tatsächlich mit der Literatur beschäftigen. Über die Qualität und Inhalte kann man sich streiten, aber das gehört auch zur Natur des Schreibens. Damit will ich sagen, dass man diesen Prozess nicht mehr rückgängig machen kann. Also wird diese Hansestadt etliche Neuautoren haben, die diese Gesellschaft noch nicht kennt. Aber des Leben geht weiter. Die Heldentaten, Figuren, Plätze, Themen und Geschehnisse warten schon auf ihren Schreiber und Leser. Egal wie oft es sich noch vertagt wird, nichts und niemand kann einen Autor daran hindern zu Wort zu bringen, was er in seinem Kopf hat.

Und das ist ja alles schön und gut, aber was muss passieren, damit die Deutschen Bücherleser die Werke dieser Autoren lesen? Zunächst schreiben alle in ihrer Mutter Sprache. Nicht mal auf Deutsch. Man kann aber auch in diesem Punkt optimistisch sein. Warum nicht? Deutschland ist ja ein Einwandererland. Besonders Hamburg ist ja von vielen Kulturen geprägt und umzingelt. Hier leben die Gastarbeiter zwar vielleicht erst seit 51 Jahren, aber es hat eine Vorgeschichte. Und durch den Handel und das Geschäft kennen die Stadtbewohner die Außenwelt viel mehr als jemand in einem abgelegeneren Ort oder Parlament dieses Landes.

Solche Abende und Begegnungen sollen dazu dienen, dass wir uns alle kennenlernen. Wie wir alle wissen wir haben eine Kulturbehörde. In einigen Ländern gibt’s dafür sogar Ministerien, Parlamentsvertreter usw. Haben Sie sich schon einmal gefragt was diese Menschen eigentlich machen? Warum beschäftigen sie sich mit Kultur, was für eine Kulturpolitik produzieren sie, welche kulturellen Entwicklungen kann man beobachten und wie steuert die Behörde dazu bei? Stellen Sie sich vor, dass eines Tages die Kinder oder Enkelkinder von diesen Einwandererautoren das Oberhaupt für die kulturellen Gelegenheiten sein werden. Man wird auf die Bühne kommen und über uns, also über unsere jetzige Generationen meine ich, reden. Wir können weder eine Institution oder Bibliothek finden, wo wir uns treffen, geschweige denn unsere Werke präsentieren oder gar Leseabende organisieren können. Über uns werden sie reden, wie dumm wir waren. Obwohl wir nichts gutes tun konnten, haben wir kräftig unsere Steuern bezahlt und sind unseren bürgerlichen Pflichten nachgegangen, denn sogar wir waren bei jeder Wahlperiode vor den Urnen.

Das alles soll heißen, dass ich nicht die richtige Person bin um diese Frage zu beantworten. Ich bin ein Schriftsteller. Ich schreibe meine Kurzgeschichten, Romane und Essays. Also habe ich andere Aufgaben und Verpflichtungen. Ich mache mir keine Gedanken in welcher Sprache ich eigentlich schreiben sollte. Diese Leseabende werden sowieso demnächst in beiden Sprachen stattfinden, verschiedene Themen werden mal anders besprochen und dargestellt. Könnte nich zumindest dadurch etwas erreicht werden? Es ist nicht so einfach etwas dazu zu sagen, denn uns wird der Obergott, nämlich die Zeit zeigen, wie wir weiter machen und wohin wir hinmüssen.

Solche ähnlichen Veranstaltungen dienen sicherlich mehr oder wenig dazu, dass man der Welt, die Denk- und Handelsweise eines Autor veranschaulichen kann. Was bedeutet es eigentlich ein Autor zu sein, gibt es tatsächlich so große Unterschiede zwischen Einheimischen- und Einwandererautoren? Was sind ihre Gemeinsamkeiten und was trennt sie sich strikt voneinander? Ich kann euch gleich die Antwort darauf geben: Nichts. Es gibt keine Unterschiede. Beide An- und Zugehörigen haben nur noch eine Tätigkeit, Erzählen. Das ist alles. Auch die grobe Definition des Autors ist die des Erzähler. Damit meine ich natürlich nicht das mündliche.

Damit möchte ich meinen, dass solange wir uns durch das Schreiben etwas zu sagen haben, sollten wir all dies tun. Ein Autor ist ein Künstler, aber dennoch kein Schauspieler oder Gaukler. Er kann uns mit seinen Erzählungen verzaubern aber er ist kein Zauberer. Er schafft fiktive Orte, Figuren, Helden, Antihelden und Bösewichte, er erzählt traurige, lustige, lehrreiche und lachhafte Geschichten und unterhält somit. Man gewinnt und erobert die Herzen der Leser oder umgekehrt, man sät Hass, Neid oder Antipathie. Die Einwandererautoren sind genauso davon betroffen wie die anderen.

Ich möchte nicht wagen einen Lösungsvorschlag zu machen, aber solche Abende würden bestimmt auch die Deutschen Literaturliebhaber interessieren oder ihre Aufmerksamkeit erregen. In diesem Sinne soll es uns in den künftigen, ähnlichen Veranstaltungen über andere seriöse Themen gelingen, zusammenzukommen.

28 Februar 2014

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